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Folge der Corona-Krise : Fraport mit erstem Quartalsverlust seit dem Börsengang

  • Aktualisiert am

Unsicherheit: Fraport-Chef Schulte wagt noch keine Prognose Bild: Helmut Fricke

Erstmals seit dem Börsengang hat der Flughafenbetreiber Fraport in einem ersten Quartal einen Verlust verbuchen müssen. Auch für den weiteren Jahresverlauf ist der Vorstand pessimistisch. Gute Nachrichten liefert Fresenius.

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          Das hat Fraport seit dem Börsengang 2001 noch nicht erlebt: Der weitgehende Stopp der Passagierflüge infolge der Corona-Pandemie hat den Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport im ersten Quartal in die roten Zahlen gerissen. Auch für das Gesamtjahr rechnet Fraport-Chef Stefan Schulte jetzt mit einem Verlust unter dem Strich, wie das im MDax gelistete Unternehmen am Mittwoch in Frankfurt mitteilte.

          Angesichts der Ungewissheit, wann der reguläre Flugverkehr wieder losgeht, wagt der Vorstand weiterhin keine genauere Prognose für 2020. Vorbörslich zeigt sich die Fraport-Aktie aber knapp behauptet, sie verliert weniger als Prozent. Sie notiert jedoch auf einem Niveau wie zuletzt im Jahr 2011. Das zeigt das Ausmaß der Corona-Krise für die Luftfahrt.

          Operativer Gewinn höher als erwartet

          Nach den ersten drei Monaten des Jahres stand unter dem Strich ein Verlust von 29 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte Fraport noch einen Gewinn von 30,5 Millionen Euro erzielt. Der Umsatz brach nun um knapp 18 Prozent auf 661 Millionen Euro ein, nachdem der Flugverkehr im Verlauf des März weitgehend zusammengebrochen war.

          Der operative Gewinn sackte um knapp 36 Prozent auf 129 Millionen Euro nach unten. Er fiel damit aber höher aus als von Analysten im Schnitt erwartet.

          Gesundheitskonzern Fresenius mit gutem Start ins Jahr

          Der Gesundheitskonzern Fresenius ist trotz erster Belastungen durch die Corona-Krise in einigen Geschäftsbereichen mit Zuwächsen bei Umsatz und Konzernergebnis in das Jahr gestartet. Das Dax-Unternehmen bestätigte am Mittwoch vorerst seine Wachstumsziele für 2020, die mögliche Belastungen durch die Pandemie außen vor lassen. Eine verlässliche Bewertung und Quantifizierung positiver und negativer Effekte sei derzeit noch nicht möglich, teilte Fresenius in Bad Homburg mit.

          Im ersten Quartal waren die Erlöse bei Fresenius auch dank guter Geschäfte der Dialysetochter FMC um acht Prozent auf 9,1 Milliarden Euro gestiegen, währungsbereinigt betrug das Plus sieben Prozent. Während das operative Ergebnis bei rund 1,13 Millionen Euro stabil blieb, kletterte das Konzernergebnis um zwei Prozent auf 465 Millionen Euro, um Wechselkurseffekte bereinigt war dies ein Plus von einem Prozent.

          Auch FMC bestätigte seine Jahresprognose. Zum Jahresstart hatte die Dialysetochter den Umsatz um neun Prozent auf rund 4,49 Milliarden Euro ankurbeln können. Das Konzernergebnis stieg um vier Prozent auf 283 Millionen Euro. Beide Kennziffern fielen damit besser aus als von Analysten erwartet. (dpa)

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