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Frankfurter Messe : Absagen und kleinere Stände auf der IAA

2007 winkte dieser Conti-Dummy noch bei der IAA den Besuchern zu - dieses Jahr wird es das nicht geben Bild: AP

Die Krise in der Automobilbranche macht sich nun auch zunehmend für die Internationale Automobilausstellung in Frankfurt bemerkbar. Nach Mitsubishi haben die Zulieferer Continental und Federal Mogul abgesagt. Andere Firmen planen kleinere Stände als zuletzt.

          Die Krise in der Automobilbranche macht sich nun auch zunehmend für die Veranstalter der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt bemerkbar. Nach dem japanischen Autobauer Mitsubishi hat mit dem Zulieferer Continental der zweite große Aussteller innerhalb einer Woche seine Teilnahme an der Schau im September abgesagt. Auch eine Sprecherin des Wiesbadener Herstellers von Gleitlagern und Buchsen für Motoren Federal Mogul sagte der Rhein-Main-Zeitung, das Unternehmen werde in diesem Jahr keinen Stand auf der IAA haben.

          Tim  Kanning

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Alle drei Unternehmen begründen ihre Absagen mit der Notwendigkeit, Kosten einzusparen. Federal Mogul, die früher als Glyco firmierte, hatte vorige Woche angekündigt, bis zu 430 der 1750 Beschäftigten im Wiesbadener Werk zu streichen.

          Veranstalter widerspricht

          Eine Sprecherin von Continental sagte: „Wir können nicht auf der einen Seite Kurzarbeit ankündigen und auf der anderen Seite einen großen Messeauftritt finanzieren.“ Ein Sprecher des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) erklärte hingegen am Dienstagabend in Frankfurt: „Der VDA als Ausrichter der IAA weist darauf hin, dass sowohl Continental als auch Federal Mogul auf der 63. IAA PKW im September 2009 vertreten sein werden.“

          Alle anderen Hersteller, die auf der letzten Messe im Jahr 2007 vertreten waren, seien auch 2009 wieder dabei. In diesem Jahr bietet der Verband erstmals eine Sparvariante des Messauftritts an, so dass etwa Zulieferer nur an den vier Tagen für Fachbesucher und Presse ausstellen können, und die Stände nicht noch für die Publikumstage mieten müssen. Dadurch hätten sich bereits Aussteller angemeldet, die zum ersten Mal auf die Messe kommen, so der Sprecher weiter.

          Tritt auf die Kostenbremse

          Von dem Spar-Angebot will auch die Bad Homburger Ixetic GmbH Gebrauch machen, die einst als Luk firmierte und unter anderem Pumpen für die Lenkung und das Fahrwerk von Autos herstellt. Wie der Marketingleiter des Unternehmens Kajetan Gressler sagte, werde das Unternehmen neben der reduzierten Zahl der Ausstellungstage auch nur noch einen halb so großen Stand haben, wie auf der letzten IAA. „Kostentreiber ist ja nicht nur der Messestand, sondern auch das Personal und die Reisekosten“, sagte Kajetan. Auch von anderen Zulieferbetrieben sei zu hören, dass sie in diesem Jahr an Personal- und Standkosten sparen wollten.

          Ein Sprecher von Opel sagte, ihm sei nicht bekannt, dass der Rüsselsheimer Autobauer einen verkleinerten Auftritt auf der IAA plane. Auf der Leipziger Schau „Auto Mobil International“ Ende März sei man allerdings etwas kleiner vertreten und teile sich einen Stand mit Chevrolet.

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