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House of Creativity : Die Kreativwirtschaft fordert ein Zuhause

Vorbild: das House of Finance in Frankfurt Bild: Hannah Aders

Pünktlich zu den Verhandlungen über eine neue Stadtregierung ruft die Frankfurter Kreativszene nach einem House of Creativity nach Londoner Vorbild. Die Initiatoren haben namhafte Unterstützer.

          4 Min.

          Man konnte die Begeisterung, aber auch ein klein wenig Neid spüren an jenem Tag vor gut vier Jahren in London. Im Mai 2017 war der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir mit 50 Vertretern der Kreativwirtschaft des Landes in der britischen Hauptstadt unterwegs, um von der Metropole an der Themse zu lernen. „So etwas bräuchten wir auch“, hieß es damals unter den Teilnehmern aus Rhein-Main, als die Agenturchefs, Künstler, Film-, Musik- und Event-Experten durch das Londoner Somerset House flanierten und sahen, was aus einem ehemaligen britischen Regierungsgebäude für die Kreativszene erschaffen wurde: ein Zentrum für Kunst und Bildung und für den Austausch einer Szene, die sich als Treiber von Innovation und Wachstum versteht.

          Daniel Schleidt
          (ddt.), Rhein-Main-Zeitung

          Etwas Vergleichbares gibt es in Frankfurt nicht, doch das soll sich bald ändern. Vertreter der Kreativbranche, die immerhin den vom Umsatz her drittwichtigsten Wirtschaftssektor Hessens darstellt, wollen die Bildung einer neuen Stadtregierung in Frankfurt nutzen und die Koalitionspartner zur Realisierung eines „House of Creativity and Innovation“ verpflichten. Dazu hat das Cluster der Kreativwirtschaft in Hessen Cluk, in dem sich zehn Wirtschaftsverbände zusammengeschlossen haben, nun ein Manifest veröffentlicht, wonach Frankfurt ein solches Kreativzentrum braucht, um sich künftig wirtschaftlich gut zu entwickeln. Schließlich beschleunige Kreativität Veränderungsprozesse und sorge für nachhaltiges Wachstum, „sie ist die Hefe für eine progressive Wirtschaftsentwicklung“, heißt es zu Beginn des Manifests, das im Internet unter www.hoci.rocks zu finden ist.

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