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Frankfurter Flughafen : 95 Prozent weniger Passagiere als vor einem Jahr

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Schön Abstand halten: Menschen stehen am Zaun des Frankfurter Flughafens Bild: Wolfgang Eilmes

Die Südbahn aus dem Verkehr gezogen, die Nordwest-Landebahn ein Parkplatz: Fraport braucht derzeit nicht viele Kapazitäten für abhebende und landende Flugzeuge, wie auch die neuen Zahlen zeigen.

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          Von diesem Dienstag an nutzt der Frankfurter Flughafenbetreiber bis auf weiteres sein Terminal 2 nicht mehr für die Passagierabfertigung. Fluggäste begrüßt Fraport fortan alleine im Terminal 1. Das ist auch mehr als groß genug, um die Menschen zum richtigen Gate zu lotsen. Denn die Zahl der Passagiere ist sehr übersichtlich geworden, wie die jüngsten Zahlen zeigen. Demnach hat Fraport von 30. März bis einschließlich 5. April gut 95 Prozent weniger Fluggäste gezählt als vor einem Jahr.

          Genau waren es ganze 66.151, wie das Unternehmen am Morgen berichtet. Die Zahl der Flugbewegungen ging um gut 85 Prozent auf 1545 zurück. Im Vergleich zur Passagierluftfahrt hat sich das Frachtaufkommen gut geschlagen: Es sank um ein Viertel auf 32.904 Tonnen. Das schließt Luftpost ein, wie der Flughafenbetreiber weiter ausführt.

          Beiladefracht nicht kompensiert

          Auf der Landebahn Nordwest stehen inzwischen nicht genutzte Flugzeuge der Lufthansa, die wie alle Airlines, hart von der Krise getroffen worden ist. Sie hat erhebliche Teile der Flotte vorläufig abgestellt, darunter alle 14 Airbus A380, die sie betreibt.

          Da mit dem Abstellen eines Großteils der Passagierflotten den Airlines auch die Frachtkapazität im Rumpf der Passagiermaschinen verloren gegangen ist, die sogenannte Belly-Kapazität, sind derzeit etwa bei der Lufthansa alle verfügbaren Frachtflugzeuge im Dauereinsatz. Deshalb verzeichnete Fraport auch vergangene Woche in Frankfurt ein Plus bei den Frachtflügen von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das kann allerdings die weggefallene Beiladefracht auf Passagierflügen nicht kompensieren. Bei der Lufthansa werden in normalen Zeiten rund 50 Prozent der Fracht in den Rümpfen der Passagierflugzeuge transportiert, die andere Hälfte in den Frachtern.

          Südbahn wird renoviert

          Die flaue Zeit nutzt Fraport, um die Südbahn instand zu setzen: „Kurz vor Ostern rollen Asphaltfräsen auf die Südbahn: Die Bahn erhält eine neue Deckschicht. Die Arbeiten finden ausschließlich tagsüber über einen Zeitraum von rund drei Wochen statt“, hieß es schon am vergangenen Freitag.

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