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Fair-Trade-Stadt Frankfurt : Zwischen fairem Handel und Green-Washing

  • -Aktualisiert am

Mit gutem Gewissen: Im Weltladen an der Berger Straße in Frankfurt stammen die Waren aus fairer Produktion. Bild: Cornelia Sick

Seit zehn Jahren nennt sich Frankfurt „Fair-Trade-Stadt“. Bei den Kunden scheint das bisher nicht so recht anzukommen. Das Lieferkettengesetz verleiht Schub, doch das Angebot übersteigt noch die Nachfrage.

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          Stefan Diefenbach ist optimistisch. Seit 16 Jahren ist er Co-Geschäftsführer des Weltladen Bornheims und setzt sich für fairen Handel in Frankfurt ein – und war maßgeblich daran beteiligt, dass Frankfurt vor zehn Jahren Fair-Trade-Stadt wurde. In der Zwischenzeit sei da einiges passiert: „Das Bewusstsein ist schon gewachsen. Viele Menschen überlegen mehr und mehr, wie sie fair und gerecht konsumieren können.“ Sein Laden mache gute Umsätze – trotzdem sei Luft nach oben.

          Die Initiative „Fairtrade Deutschland“ verleiht den Titel an Städte, die bestimmte Kriterien erfüllen – darunter eine Steuerungsgruppe für Politik, Wirtschaft und Initiativen, fair gehandelte Produkte in lokalen Geschäften und regelmäßige PR-Aktionen. Inzwischen schmücken sich 760 Kommunen mit dem Siegel.

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