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Bauwut bei Rechenzentren : Frankfurt in Europa nun auf Platz zwei

Kühltechnik auf dem Dach eines Frankfurter Rechenzentrums. Auf sie entfällt etwa die Hälfte des Energieverbrauchs der Datacenter. Bild: Patrick Junker

Frankfurt holt im Wettbewerb um Rechenzentren in Europa auf. Andere Städte ziehen sich aus dem Buhlen um die energiehungrige Branche zurück.

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          In Amsterdam haben sie es so gewollt. 2019 hatte die niederländische Stadt einen vorübergehenden Baustopp für Rechenzentren angekündigt und binnen Jahresfrist hat sie für die Branche an Bedeutung verloren: Frankfurt ist jetzt nach London der zweitwichtigste Standort für Rechenzentren in Europa. Und während in beiden Städten kräftig weiter sportplatzgroße Kühlhäuser für die Server-Schränke von Cloud-Anbietern und Social-Media-Portalen errichtet werden, sind in Amsterdam vorerst keine nennenswerten Bauprojekte geplant.

          Inga Janović
          Wirtschaftsredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die neuen Plazierungen haben die Branchenexperten des Maklerunternehmens JLL in einer Studie zur weltweiten Entwicklung der wichtigsten Rechenzentrumsstandorte im Jahr 2020 vergeben. Der „Datacenter-Outlook“ betrachtet die Colocation-Branche, also Anbieter, die die speziellen Gebäude mit Kühlung, Sicherheitsvorkehrungen sowie Strom- und Netzanschlüssen errichten und deren Innenräume dann an verschiedene Nutzer - etwa Internetkonzerne - untervermieten. Mit diesem Geschäftsmodell fahren die Betreiber seit Jahren gute Gewinne ein und die Wachstumsprognosen sind beachtlich. Folgerichtig weist die JLL-Studie die Rechenzentren beinahe überall als gute Anlageziele für Investoren aus. Auch für Frankfurt sehen die Autoren auf Jahre gute Verdienstmöglichkeiten und einen weiteren Bedarf voraus.

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