https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/wirtschaft/frankfurt-welche-geschaefte-neu-oeffnen-und-welche-schliessen-18768781.html

Frankfurter Geschäftsleben : Neues Leben an der Hauptwache

Leerstand ade: Das ehemalige Esprit-Haus bei der Hauptwache wird in Zukunft Standort für Pop-Up Modegeschäfte. Bild: Wonge Bergmann

Es gibt sie noch, die guten Nachrichten aus dem Einzelhandel. Eine davon: Ins ehemalige Esprit-Haus in Frankfurt zieht wieder Leben ein, Freitag-Taschen sind zurück, und ein Glücklich-Kaufhaus gibt es jetzt zweimal.

          3 Min.

          Pop-up für Handel und Kunst

          Noch sind die Schaufenster verklebt, doch in gut einer Woche ist es soweit. Dann eröffnet die Hier & Jetzt GmbH aus Mainz im ehemaligen Esprit-Haus an der Hauptwache ein Pop-Up-Konzept für Anbieter verschiedener Branchen. Verkaufen werden hier zum Beispiel kleine Modelabels, eine Seifenmanufaktur oder ein Olivenöl-Händler. Flächen zu mieten gibt es auch für nur vier Wochen Laufzeit. „No Ordinary Store“ soll das Geschäft heißen, das zunächst auf ein Jahr begrenzt ist und in einem ersten Schritt das Erdgeschoss bespielt. Im Untergeschoss sollen laut Marco Friedmann, Inhaber der Betreiber-Agentur, in Kooperation mit anderen Partnern Events stattfinden. Die Mainzer, die in ihrer Stadt mit dem „Lulu“ im ehemaligen Karstadt-Gebäude, schon ein ähnliches Konzept verwirklicht haben, setzen auf eine Mi­schung aus Handel und Erlebnis mit Kunst und Kultur. Gute Mietkonditionen machten das möglich, heißt es. Die Adresse gehört zu den prominentesten an der Zeil. Esprit hatte den Standort Ende 2021 aufgegeben. Seit der Zwischennutzung eines Billiganbieters stand die Immobilie wieder leer.

          Zwei Neue an der Bleidenstraße

          Petra Kirchhoff
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Lange Zeit war die Bleidenstraße eine Baustelle – und ist es in Teilen auch noch, doch die ersten Geschäfte sind wieder belegt. Das Schweizer Taschenlabel Freitag, bekannt für seine robusten Taschen aus Lkw-Planen, ist mit einem neuen Laden zurück, der bisherige am Kleinen Hirschgraben wurde im Pandemiejahr 2020 geschlossen. Freitag betreibt sechs Filialen in Deutschland und verkauft zusätzlich über Vertriebspartner. In München gibt es eine Reparaturwerkstatt, wohin auch von Frankfurt aus Taschen geschickt werden. In direkter Nachbarschaft – vorher gab es hier ein Männermodegeschäft von Bailly Diehl – hat die Berliner Kaufhauskette „Kauf Dich Glücklich“, 2002 von einem Jungunternehmer-Pärchen in der Hauptstadt gegründet, ihre zweite Frankfurt-Filiale eröffnet. Außer Mode (vor allem skandinavische Designer) gibt es hier auch Wohnaccessoires, Brillen und Schmuck. Das junge Konzept, das viel mit dem von Urban Outfitters gemein hat, geht offenbar auf. „Kauf Dich Glücklich“ hat inzwischen 23 Filialen, darunter auch Standorte in Amsterdam, Wien und Graz.

          Zugang zu allen F+ Artikeln 2,95 € / Woche
          Jetzt 30 Tage kostenfrei testen
          2,95 € / Woche
          Jetzt kostenfrei Zugang abonnieren?
          Mit einem Klick online kündbar
          Weiter Ja, 30 Tage kostenfrei testen
          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Die Villa im Blick: Den Kauf einer teuren Immobilie müssen sich auch solvente Familien gut überlegen.

          Klassische Versorger-Ehe : Vorsicht vorm millionenschweren Traumhaus!

          Auch bestens situierte Familien müssen überlegen, wie ihre Finanzen langfristig aussehen. Ist der Kauf der teuren Villa sinnvoll? Und was sollte eine Ehefrau und Mutter verdienen, die zu Hause den Laden schmeißt?

          Aus für Kahn und Salihamidžić : Der Raub des FC Bayern

          Als Jamal Musiala den Ball ins Tor schießt, spürt man die Magie des Spiels. Doch dann verkündet der Klub das Aus der Vorstände – und nimmt seinen Spielern den Moment, der nur ihnen gehören sollte.
          Schreckliche Rache der Partisanen: Eine Kolonne von Kriegsgefangenen, vermutlich Ustascha-Kämpfer und deutsche Soldaten, 1945 auf einem „Todesmarsch“ in Maribor

          Kriegsverbrechen : Kein Gedenken, nirgends?

          Das Massaker von Bleiburg in Kärnten war das größte Kriegsverbrechen in Europa nach dem 8. Mai 1945. Die Opfer waren vor allem Kroaten. Doch der Umgang damit spaltet die kroatische Gesellschaft bis heute.