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Upper Zeil in Frankfurt : Unten shoppen, oben coworken

Noch im Rohbau: Im neuen Geschäftshaus Upper-Zeil gibt Kaufhof Flächen an den Bürovermieter Wework ab. Bild: Helmut Fricke

Im kommenden Jahr soll das neue Geschäftshaus „Upper Zeil“ seine Türen öffnen. Während die unteren Etagen für den Einzelhandel reserviert sind, sollen sich darüber Freiberufler und Start-Ups zusammenfinden können.

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          Die moderne Arbeitswelt hält Einzug mitten in Frankfurt, genauer an der Zeil. Dort entsteht zurzeit das Geschäftshaus Upper Zeil als Ersatz für die ehemalige Zeilgalerie. Die Galeria Kaufhof, die dort mit einer Erweiterungsfläche von knapp 11.000 Quadratmeter eingeplant ist, wird einen Teil davon über Leasing-Verträge an das amerikanische Start-up Wework vermieten, wie die angeschlagene Kaufhof-Mutter Hudson’s Bay Company jetzt bekannt gab.

          Petra Kirchhoff

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Wework gilt als Vorreiter auf dem Gebiet des sogenannten Coworking. Büroräume werden gemeinschaftlich, von Vertretern ganz unterschiedlicher Branchen genutzt und können wochenweise gemietet werden. Das Angebot richtet sich vornehmlich an Freiberufler und Start-ups, die in trendig eingerichteten Räumen zum gegenseitigen Austausch und zu einer kreativen Gemeinschaft finden sollen, ähnlich wie bei Airbnb, dem Vermittler von Privatzimmern. Bereits angemietet hat Wework ein Fläche an der Neuen Rothofstraße in Frankfurt. Die Mieten liegen zwischen 320 und 1300 Euro im Monat. Laut einem Kaufhof-Sprecher sind die oberen drei Geschosse des benachbarten Neubaus komplett für Wework-Büros vorgesehen. Weiterhin für Einzelhandel reserviert sind Teile des Erdgeschosses sowie Teile der weiteren vier Geschosse darüber. Die genaue Aufteilung und Quadratmeterzahlen stünden noch nicht fest.

          Fertigstellung zu Weihnachten 2018 geplant

          Nach den bisherigen Plänen der Bauherren RFR und DC Values, die gestern nicht zu sprechen waren, soll das Geschäftshaus zum Weihnachtsgeschäft 2018 fertig sein, alles in allem 15.000 Quadratmeter. Die Mieter stehen seit längerem fest. Das sind neben Kaufhof der polnische Billigmode-Filialist Reserved als Ankermieter mit 2600 Quadratmetern, der Telefonanbieter Vodafone und das italienische Modeunternehmen Benetton.

          Auch wenn der Einzelhandel an der Frankfurter Zeil besser läuft als anderswo – das stationäre Modegeschäft kriselt wegen der Online-Konkurrenz. Hudson’s Bay steht seit längerem wegen schlechter Geschäftszahlen in der Kritik der Aktionäre und schreibt auch mit der Warenhauskette Kaufhof rote Zahlen. Vor dem Hintergrund gilt die Allianz mit Wework als gelungene strategische Partnerschaft, sollen die Amerikaner doch auch an anderen Standorten überschüssige Handels-Flächen zu Büros umbauen.

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