Nach 115 Jahren :
Frankfurter Traditionsmetzgerei Ebert schließt

Von Martina Propson-Hauck
Lesezeit: 4 Min.
Chef in vierter Generation: Michael Ebert, Inhaber des Frankfurter Metzgerei- und Feinkostbetriebs, in seinem Geschäft an der Freßgass’.
Weniger Mittagstisch, weniger Umsatz und zu viele Auflagen: Michael Ebert, Inhaber des Frankfurter Metzgerei- und Feinkost-Unternehmens Ebert, setzt nach 115 Jahren einen Schlusspunkt.

Das kann doch nicht wahr sein. Was mache ich denn dann?“ Die Kundin, die eben noch munter luftgetrockneten Schinken geordert und nach der Salami gefragt hat, die sie so gerne isst, bestürmt Michael Ebert etwas aufgeregt, als dieser den Laden betritt. Inzwischen hat sich unter den Stammkunden herumgesprochen, dass das Familienunternehmen Metzgerei & Feinkost Ebert im Sommer schließen wird, nach 115 Jahren. Ende August gehen sowohl die Türen im Laden an der Freßgass’ als auch im Stammhaus an der Großen Eschenheimer Straße bei der Hauptwache für immer zu. Viele Stammkunden sind darüber sehr unglücklich. „Sie sind doch noch so jung. Was machen Sie denn jetzt?“, heißt es dann.

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