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Wiesheu folgt auf Raettig : Führungswechsel bei Finanzplatz-Initiative

Gerhard Wiesheu ist neuer Vorsitzender von Frankfurt Main Finance Bild: Wonge Bergmann

Das Präsidium von Frankfurt Main Finance hat Gerhard Wiesheu für die nächsten beiden Jahre zum Präsidenten der Finanzplatzinitiative gewählt. Er folgt auf Lutz Raettig.

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          Die Finanzplatz-Initiative Frankfurt Main Finance hat einen neuen Präsidenten. Nach zwölf Jahren an der Spitze des Gremiums gab Lutz Raettig die Führung an Gerhard Wiesheu ab, der an diesem Mittwoch für zwei Jahre gewählt wurde. Wiesheu ist seit 2001 für das Bankhaus Metzler tätig und dort seit 2015 persönlich haftender Gesellschafter.

          Daniel Schleidt

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) würdigte Raettig, der dem Aufsichtsrat der amerikanischen Investmentbank Morgan Stanley angehört, als „Sprachrohr des Finanzplatzes Frankfurt“ und damit auch als „eine der gewichtigsten Stimmen für den Finanzplatz Deutschland“. Raettig, der nun Ehrenpräsident der Initiative wird, habe sich besonders seit dem Brexit-Votum um den Standort verdient gemacht.

          „Gemeinsam sind wir nach New York gereist, um die US-amerikanischen Banken von Frankfurt zu überzeugen. Heute haben sich vier der sechs größten US-Banken für Frankfurt als Europazentrale entschieden. Das ist ein großer Erfolg für die Stadt Frankfurt, Hessen und Deutschland insgesamt! Ausdrücklich danken möchte ich Dr. Raettig auch für seine Mitarbeit im hessischen Finanzplatzkabinett“, so Bouffier weiter.

          Lutz Raetting war zwölf Jahre Präsident von Frankfurt Main Finance
          Lutz Raetting war zwölf Jahre Präsident von Frankfurt Main Finance : Bild: Frank Röth

          Raettigs Nachfolger Gerhard Wiesheu gehört seit 2017 Vorstand und Präsidium von Frankfurt Main Finance an und hat besonders die Aktivität zur Anwerbung japanischer Finanzinstitute maßgeblich unterstützt. Wiesheu ist seit 2011 Vorstandsvorsitzender des Deutsch-Japanischen Wirtschaftskreises und bereits seit 1987 im Japan-Geschäft aktiv.

          Treiber zahlreicher Initiativen

          Wiesheu sagte, durch sein langjähriges Engagement habe Raettig Brücken zwischen Politik und Wirtschaft geschlagen und den Finanzplatz Frankfurt international noch stärker verankert. Gleichzeitig sei er immer ein Pionier für modernes, zukunftsorientiertes Banking gewesen. 

          Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Die Grünen), sagte, Raettig  sei die Stimme des Finanzplatzes und sein Gesicht sowie der wesentliche Treiber zahlreicher Initiativen gewesen. „Sie haben immer auf die sinnstiftenden und wertbringenden Leistungen der Finanzbranche für Gesellschaft und Wirtschaft hingewiesen und erheblich zur Weiterentwicklung des Finanzplatzes beigetragen.

          „Ein Bankier alter Schule“

          Peter Feldmann (SPD), Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt, sagte: „Die Finanzbranche ist ein zentraler Pfeiler unserer Stadt. Unter den 100 größten Gewerbesteuerzahlern der Stadt Frankfurt ist mittlerweile jeder achte ein Kreditinstitut aus dem Ausland. Raettig habe als Präsident von Frankfurt Main Finance und langjähriger ehrenamtlicher Stadtrat viel für Frankfurt bewegt. „Er ist ein Bankier alter Schule und im besten Sinne dem Gemeinwohl verpflichtet.“

          Thomas Book (Deutsche Börse AG), Ingo Wiedemeier (Frankfurter Sparkasse) und Adnan Sheikh (Bürgermeister der Stadt Eschborn) wurden neu in den Vorstand gewählt. Tarek Al-Wazir, Frankfurts Bürgermeister Uwe Becker (CDU), Thomas Groß (Helaba), Nick Jue (ING),Frank Kuhnke (Deutsche Bank), Cornelius Riese (DZ Bank) und Eva Wunsch-Weber (Frankfurter Volksbank) wurden als Vorstandsmitglieder bestätigt. 

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