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Neubau in Frankfurt : EZB verzichtet auf glamouröse Eröffnungsfeier

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EZB-Domizil: Der Neubau im Frankfurter Ostend wird am 18. März offiziell eröffnet. Bild: dpa

Vormittags eine kurze Zeremonie und dann zurück an die Arbeit: Die Europäische Zentralbank will ihre offizielle Eröffnung im März schlicht halten. Hat es etwas mit den angekündigten Protesten zu tun?

          Am 18. März ist es soweit: Die Europäische Zentralbank (EZB) wird ihre neue Zentrale im Frankfurter Ostend offiziell eröffnen. Doch statt großer Festlichkeiten plant die EZB eine Feier in kleinem Rahmen, wie ein Sprecher nun mitgeteilt hat. „Für die Mitarbeiter der EZB handelt es sich um einen normalen Arbeitstag“, erklärte er.

          Am Vormittag soll es eine kurze Zeremonie mit Reden von Notenbank-Präsident Mario Draghi und dem Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) geben. Nachmittags steht eine turnusgemäße Sitzung des EZB-Rates auf dem Programm - allerdings ohne geldpolitische Entscheidungen.

          Business as usual: Am 18. März soll die Ratssitzung in der EZB wie geplant stattfinden.

          „Wir halten das Format für angemessen in einer Zeit, da für die EZB im Mittelpunkt steht, ihr Mandat zu erfüllen und nicht Feiern zu veranstalten“, heißt es zur Erklärung für die Entscheidung. Eine Einladung zu der Feier erhalten nur rund 20 Gäste, darunter Vertreter des Landes Hessen und der EU-Kommission sowie der Architekt des neuen EZB-Domizils, Wolf Prix. Dazu kommen etwa 60 Vertreter der EZB und die Gouverneure der Zentralbanken der Europäischen Union.

          Die EZB könnte mit ihrer Entscheidung auf die angekündigten Proteste reagiert haben: Kapitalismuskritiker der Blockupy-Bewegung haben für den 18. März Demonstrationen angemeldet, auch die Feier am Vormittag wollen sie stören. Etwa 10.000 Teilnehmer aus ganz Europa erwarten die Organisatoren. Bereits Ende November hatten sie gegen die Sparpolitik der EZB demonstriert, das Gebäude mit Farbbeuteln beworfen, mehrere Menschen wurden leicht verletzt.

          Bezogen hatten die EZB-Mitarbeiter die beiden 165 und 185 Meter hohen Glastürme Anfang November, im Dezember tagte erstmals der EZB-Rat in dem Ensemble aus Hochhaus und denkmalgeschützter Großmarkthalle.

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