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Lufthansa streicht mehr Flüge : Software-Panne bei Flugsicherung dauert an

  • Aktualisiert am

Am Frankfurter Flughafen können heute nicht alle Flugzeuge planmäßig starten. Bild: dpa

Schwierigkeiten mit einem Computerprogramm der Flugsicherung in Langen führen zu Flugausfällen. Zum Ende der Woche könnte es aber wieder besser werden – nach einem Austausch der Software.

          Die Software-Probleme bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) dauern an. Laut einer Mitteilung des Unternehmens vom Montagmorgen wird erst in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag versucht, eine alternative Software zu installieren. Bis auf weiteres dürfen im Luftraum über Südwestdeutschland nur 75 Prozent der sonst üblichen Flugbewegungen stattfinden.

          Derweil teilt die Lufthansa, mehr Flüge streichen zu müssen als bisher bekannt. Nun ist von 46 Verbindungen die Rede. Und die Gewerkschaft der Flugsicherung sieht weiteres Ungemach auf Fluglinien und Kunden auf zukommen. Sie rechnet mit mehr Verspätungen in den nächsten Wochen und Monaten. Sie macht Sparpolitik und Personalplanung dafür verantwortlich.

          4500 Lufthansa-Kunden betroffen

          Die Lufthansa hatte für Montag wegen der Einschränkungen 22 Flüge am Frankfurter Flughafen streichen müssen. Wie sie am späten Vormittag dann mitteilte, sind am größten deutschen Flughafen 46 Flüge mit zusammen 4500 betroffenen Passagieren betroffen. Nach wie vor sei die Sicherheit des Luftverkehrs nicht beeinflusst, versicherte die Flugsicherung.

          Die Probleme dauern bereits seit Mittwoch vergangener Woche an. Als Ursache wird ein Software-Update aus dem Februar vermutet. Allerdings läuft das Programm in den anderen DFS-Centern in München, Karlsruhe und Bremen fehlerfrei. Die betroffene Software stellt den Lotsen alle für den Flugverlauf wichtigen Daten jedes Fluges zur Verfügung. Das sind beispielsweise Flugzeugtyp, Flugstrecke und die erwartete Überflugzeit.

          „Verfehlte Sparpolitik“

          Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) rechnet für diesen Sommer mit deutlich mehr Flugverspätungen. Für den Bereich der Flugsicherung sei klar erkennbar, dass es im Vergleich zum Chaos-Sommer 2018 zu keinerlei Verbesserung kommen werde, teilte die Gewerkschaft am Montag in Frankfurt mit. Es sei eher eine Verdoppelung des Verspätungsanteils zu erwarten. Gründe seien eine verfehlte Sparpolitik und Personalplanung bei den Lotsen sowie Fehler des Managements bei der Deutschen Flugsicherung (DFS).

          Wenige Tage vor dem Luftverkehrsgipfel in Hamburg an diesem Donnerstag machte die GdF auch klar, dass es bislang kein Übereinkommen für weitere Überstunden der Fluglotsen im Sommer gibt. Dies hatte zuletzt die Lufthansa gefordert. Bislang habe lediglich ein erstes Gespräch stattgefunden, teilte die Gewerkschaft mit. Über tarifliche Details zur Kapazitätserhöhung werde man erst in den nächsten Wochen sprechen.

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