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Flughafenausbau : Ticona zieht wegen Abflugrouten in Frankfurt vor Gericht

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Eines der Hindernisse: Chemiefabrik Ticona in der Einflugschneise Bild: dpa

Das zum Konzern Celanese gehörende Chemieunternehmen Ticona klagt gegen die Abflugrouten am Frankfurter Flughafen. Sie wehrt sich gegen die vom Regierungspräsidium Darmstadt in Aussicht gestellten Auflagen. Diese reichen bis zur Verlagerung von Betriebsteilen.

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          Das zum Konzern Celanese gehörende Chemieunternehmen Ticona klagt gegen die Abflugrouten am Frankfurter Flughafen. Ticona halte die Flugrouten über dem Chemiewerk aus Sicherheitsgründen nicht für vereinbar mit europäischem Recht und fordere eine Verlegung, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

          Mit der Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland und das Luftfahrtbundesamt, das Flugrouten festlegt, wehrt sich Ticona gegen die im Mai vom hessischen Regierungspräsidium Darmstadt in Aussicht gestellten Auflagen. Diese reichen bis zur Verlagerung von Betriebsteilen.

          Störfallkommission: Abflugrouten verlegen

          Die beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof eingereichte Klage richtet sich gegen die bestehenden Flugrouten. Der Rechtsstreit hat allerdings auch Einfluß auf die Auseinandersetzung um den umstrittenen Ausbauplan des Flughafens. Die für 2009 vorgesehene neue Landebahn Nordwest liegt nahe am Chemiewerk und würde die Zahl der Überflüge deutlich erhöhen.

          Aus Sicht des Unternehmens verstoßen die vom Luftfahrtbundesamt festgelegten Flugrouten über dem Ticona-Werk gegen die europäische Richtlinien zum Schutz vor Chemieunfällen (Seveso-II-Richtlinie). Schon die Störfallkommission des Bundes hatte 2004 empfohlen, die Routen wegen der verheerenden Auswirkungen eines Absturzes über Ticona zu verlegen. Auch der TÜV Pfalz wies auf das Absturzrisiko hin.

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