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Insolvenz des Betreibers : Am Flughafen Hahn wird vorerst weiter geflogen

Insolvent: Der Flugbetrieb am Flughafen Hahn geht dennoch weiter. Bild: Frank Röth

Einst galt der Flughafen Hahn als Blaupause für eine erfolgreiche Konversion. Doch das Insolvenzverfahren legt offen, wie heikel die Lage ist. Das Land Hessen hat keine Verpflichtungen

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          Der Flugbetrieb auf dem Flughafen Hahn im Hunsrück wird trotz des angelaufenen Insolvenzverfahrens in vollem Umfang weiterlaufen. Die Auszahlung der Löhne und Gehälter der Beschäftigten werden den Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters zufolge, dem Frankfurter Rechtsanwalt Jan Markus Plathner, über eine Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes sichergestellt.

          Jochen Remmert
          Flughafenredakteur und Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Damit erschöpft sich auch schon das, was derzeit über die Zukunft des einstigen Vorzeige-Regionalflughafen sicher sagen lässt. Rund 500 Beschäftigte sind dem Vernehmen nach auf dem Hahn von der Insolvenz betroffen.

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          Große Zuversicht will schon deshalb nicht aufkommen, weil das Geschäftsmodell des rund 120 Kilometer von Frankfurt entfernten Flughafens zwischen den Dörfern Lautzenhausen und Hahn (Rhein-Hunsrück-Kreis) schon vor der Corona-Pandemie mit ihren dramatischen Auswirkungen auf den gesamten Luftverkehr nicht recht funktioniert hat, ein rentabler Betrieb war in weiter Ferne. Mit der Krise erscheint es nun fast unmöglich, neue Geldgeber zu finden. Zumal die HNA-Gruppe, die 2017 den Hahn mehrheitlich übernommen hat, selbst in Schieflage geraten ist.

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