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Kreditinstitute : Filialsterben in Rhein-Main

„Frequenz in einigen Stellen rückläufig“

• Wiesbadener Volksbank: Die Volksbank in der Landeshauptstadt hebt hervor, das Filialsterben innerhalb ihres Verbreitungsgebietes sei eine Reaktion auf das sich ändernde Kundenverhalten. „Unter anderem aufgrund der zunehmenden Nutzung unseres Online-Angebotes war die gemessene Frequenz in einigen Stellen rückläufig“, teilt ein Sprecher mit. Zudem werde die Beratung der Kunden, unter anderem durch die zunehmende Regulierung, derart komplex, dass man sich tendenziell lieber auf größere Standorte mit entsprechend in allen Fragen des Bankgeschäfts geschultem Personal konzentrieren wolle. Seit Januar 2016 haben die Wiesbadener vier kleinere Stellen geschlossen und vier weitere zu SB-Standorten gemacht, und sie legen Wert darauf, immer noch flächendeckend im Verbreitungsgebiet vertreten zu sein. Weil in Wiesbaden ein Standort speziell für Wertpapierkunden neu eröffnet wurde, kommt das Haus nun auf 23 personenbesetzte und zehn SB-Standorte. Weitere Veränderungen seien derzeit nicht geplant, heißt es weiter.

• Mainzer Volksbank: Gerne werden Filialschließungen als Zusammenlegungen bezeichnet. So gibt etwa die Mainzer Volksbank die Auskunft, man habe seit 2016 das Standortnetz an das veränderte Nutzungsverhalten angepasst und „Beratungskompetenz zusammengelegt“. Waren Anfang 2016 noch 36 Standorte im Verbreitungsgebiet mit Beratern besetzt, sind es nun nur noch 29. Aus 36 Filialen und 44 SB-Centern hat die Bank 13 sogenannte Regionalcenter, 16 Filialen und 48 SB-Stellen gemacht – und nennt dies „das dichteste Standortnetz in Rheinhessen“.

• Frankfurter Sparkasse: Bei der Sparkasse in der Finanz-Metropole legt man Wert darauf, mit 77 Filialen und Beratungscentern sowie 21 SB-Stellen immer noch „das dichteste Niederlassungsnetz eines Kreditinstituts in Frankfurt“ zu haben, wie eine Sprecherin sagt. Doch um dieses Netz aufrechterhalten zu können, müsse man sich an betriebswirtschaftlichen Kriterien orientieren. Im Endeffekt handelt es sich um eine Abstimmung mit den Füßen. „Letztlich entscheiden die Kunden, wie viele Filialen sie nutzen wollen.“ In den vergangenen zwei Jahren hat die Kasse zwei Filialen geschlossen und zwei weitere in SB-Stellen umgewandelt.

„Wettlauf um Standortschließungen“

• Taunussparkasse: Die Bank mit Sitz in der Hochtaunus-Kreisstadt Bad Homburg hat ihr Filialnetz in den vergangenen Jahren am wenigsten angefasst. Zwar schlossen sich im März vergangenen Jahres in einer Niederlassung in Niedernhausen endgültig die Pforten, ansonsten hat das Haus zuletzt seine Standorte erhalten. Zudem sei die Stelle in Niedernhausen auch nur deshalb geschlossen worden, weil das Gelände, auf dem das Gebäude der Bank stand, durch einen Investor neu entwickelt worden sei, heißt es. Insgesamt ist die Taunussparkasse nun an 72 Standorten vertreten, 47 davon sind mit Beratern besetzt.

• Nassauische Sparkasse: Eine Sprecherin betont, in einen „Wettlauf um Standortschließungen“ nicht eintreten zu wollen, und hebt hervor, dass die Wahrscheinlichkeit, einen Standort zu erhalten, mit der Zahl der Kundenbesuche steige. Die Nassauische Sparkasse, deren Geschäftsgebiet sich über mehrere Landkreise erstreckt und die zum Teil an Standorten wie auch Frankfurt in Konkurrenz zu weiteren Stadt- und Kreissparkassen steht, hat derzeit 109 personenbesetzte Finanz- und 33 SB-Center, also insgesamt 142 Standorte. In den vergangenen Jahren wurden zwei Filialen in rein mit Automaten besetzte Niederlassungen umfunktioniert, zwei kleinere Dependancen komplett geschlossen.

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