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FAZ Plus Artikel Fahrradboom in Hessen : „Im Internet kann man nicht schrauben“

  • -Aktualisiert am

Fahrradfahren ist in – doch trotzdem hat es der Fachhandel nicht leicht beim Fahrradverkauf. Bild: AFP

Angesichts der Billigangebote aus dem Internet ist es gar nicht mehr so einfach Fahrräder zu verkaufen. Doch die Fachhändler können etwas bieten, das die Billigkonkurrenz nicht hat.

          Mit dem Fahrrad durch die City sausen. Kein Stau, keine Parkgebühren und immer an der frischen Luft: Radeln ist im Trend. Davon müssten die Fahrradgeschäfte im Rhein-Main-Gebiet eigentlich profitieren. Doch Billigimporte aus Fernost und das Internet sind harte Konkurrenz. Ohne angeschlossene Werkstätten könnten viele der inhabergeführten Geschäfte nur schwer überleben. Olaf Splittgerber zum Beispiel. Der Wiesbadener hat vor zwei Jahren seinen Fahrradladen „Velo Sofie“ gegründet und damit sein Hobby zum Beruf gemacht. „Ich besetze eine Nische“, stellt er klar. Splittgerber verkauft gebrauchte und gut erhaltene Rennräder aus den siebziger und achtziger Jahren, mit denen Kunden schnell und unkompliziert in der Stadt unterwegs sind. Damit trifft er in Wiesbaden einen Nerv, hat die Landeshauptstadt doch die Verkehrswende ausgerufen.

          Etwa 400 bis 500 Euro kostet ein gebrauchtes Einsteiger-Rad bei Splittgerber. Ebenso wichtig wie der Verkauf ist jedoch die Werkstatt, mit der sich der Spezialist für Rennräder in Wiesbaden einen Namen gemacht hat. Seine Flyer liegen auch bei der Konkurrenz aus. „Manche sind froh, ihre Kunden zu mir schicken zu können, weil sie sich mit den älteren Rennrädern nicht so gut auskennen“, sagt der Unternehmer. Mehr als die Hälfte seines Umsatzes macht er über die Werkstatt. „Im Internet kann man nicht schrauben“, sagt der Händler, der sich darüber ärgert, dass Fahrräder im Netz „regelrecht verramscht“ werden. Zudem werde Zubehör teilweise billiger angeboten, als Händler dieses im Großhandel einkaufen könnten. An diesem Dumping-Wettbewerb wolle er sich nicht beteiligen. Zumal Billigfahrräder nicht nachhaltig seien. „Mit den China-Importen ist das Fahrrad zu einem Wegwerfprodukt geworden.“ Oft lohne sich eine Reparatur, etwa an der komplizierten Gangschaltung, nicht. „Die Kunden kaufen dann lieber gleich ein neues Rad“, sagt er.

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          Spezialist für Rennräder: Olaf Splittgerber in seiner Werkstatt in Wiesbaden.

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