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Hunde aus dem Internet : Erst süß, dann krank

Gut umsorgt und geimpft? Beagle-Welpen Bild: dpa

Das Internet ist voll mit niedlichen Welpen, die ein Zuhause suchen. Tierfreunde schmelzen dahin. Doch nur ein Kaufvertrag gibt Sicherheit. Und auch sonst sollten Käufer ihren Verstand einschalten.

          3 Min.

          Tierschützer beklagen sich seit Jahren über die Welpenmafia im Internet, die junge Hunde von Massen-Züchtern kaufen, um sie dann schnell und mit Gewinn weiterzuverkaufen. Solches Geschäftsgebaren verstößt schon deshalb gegen das Tierschutzgesetz, weil die Jungtiere in der Regel zu früh auf den Markt gebracht werden. Mindestens acht Wochen – Hunde aus dem Ausland mindestens 15 Wochen – nach der Geburt sollen sie noch bei der Mutter sein, damit sie eine ausreichende Immunisierung und Sozialisierung aufbauen. Gesundheits-Check, Wurmkur, Impfungen – solche kostspieligen Untersuchungen schenken sich unseriöse Händler und tricksen auch bei den Papieren. Impfscheine und Ahnentafeln sind dann gefälscht.

          Petra Kirchhoff

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Doch manchmal sind solche Tricks gar nicht nötig, weil Käufer blauäugig ans Werk gehen. Gerade sorgte ein Fall, der vor dem Königsteiner Amtsgericht verhandelt wurde, für Schlagzeilen. Die Klägerin hatte ihren Hund, einen Malteser-Welpen, für 460 Euro bei einem angeblichen Hundezüchter aus Bad Soden gekauft, ohne Kaufvertrag oder eine Quittung. Gegen den Mann, der seit Jahren einen schwunghaften Welpenhandel betreibt, laufen Ermittlungen wegen Betrugs und illegalen Welpenhandels. Der Malteser-Käuferin schob er einen Hund unter, der viel zu jung und dazu auch noch krank war. Vor Gericht ging es jetzt darum, wer die offene Tierarztrechnung in Höhe von 1300 Euro zahlen muss.

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