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Tarif-Streit : Warnstreik bei Amazon in Bad Hersfeld

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Bei Amazon in Bad Hersfeld werden weniger Pakete gepackt. Die Beschäftigten sind zum Warnstreik aufgerufen. Bild: Lucas Bäuml

Beim Online-Versender Amazon schwelt seit Jahren ein Tarif-Streit. Im Verteilzentrum Bad Hersfeld sind Beschäftige am Dienstagmorgen in einen Warnstreik getreten.

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          Beschäftigte des Online-Händlers Amazon haben in Bad Hersfeld erneut die Arbeit niedergelegt, um ihren Forderungen im jahrelangen Tarif-Streit Nachdruck zu verleihen. Der Warnstreik habe mit der Frühschicht am Dienstag um 05.30 Uhr begonnen, sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi am Morgen. Es werde in den beiden Versandzentren mit einer Streikbeteiligung von etwa 500 Beschäftigten gerechnet.

          Die Gewerkschaft fordert unter anderem, dass Amazon die Tarifverträge für den Einzel- und Versandhandel anerkennt. In der laufenden Tarifrunde fordert Verdi eine Lohnsteigerung von 4,5 Prozent sowie 45 Euro pro Monat, ein tarifliches Mindestentgelt von 12,50 Euro und die Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge.

          Laut Angaben der Sprecherin ist es der zwölfte Streiktag des Jahres. Zuletzt hatten die Beschäftigten in Bad Hersfeld Ende Juni die Arbeit niedergelegt. Der Warnstreik soll bis zur Ende der Nachtschicht am Mittwoch um 03.15 Uhr andauern.

          Amazon hatte bereits angekündigt, in seinen deutschen Versandzentren ab Juli einen Einstiegsstundenlohn von 12 Euro brutto einzuführen. Im Herbst 2022 soll dieser auf 12,50 Euro steigen.

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