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Frankfurt : Equinix eröffnet siebtes Rechenzentrum FR6

Stetig wachsender Bedarf: Ein Mitarbeiter der Firma Equinix überprüft Server in einem Rechenzentrum des Unternehmens. Bild: AFP

Der Bedarf an Rechenkapazität wächst stetig. Vor allem durch die Nutzung mobiler Geräte.

          Wenn ein Unternehmen außer Fakten auch hübsche Unterhaltung bietet aus Anlass eines Neubaus, dann weiß der Besucher: Dieser Firma geht es gut. Auf Equinix trifft das ganz sicher zu. Dieser Betreiber von Rechenzentren profitiert wie die Konkurrenz vom Gebrauch von Smartphones, dem damit wachsenden Datendurchsatz, der Auslagerung von Daten in die Cloud („Software aus der Steckdose“), der Digitalisierung vieler Branchen und nicht zuletzt vom Internet der Dinge, auch als Industrie 4.0 bekannt. Deshalb investiert das an der Börse gelistete Unternehmen auch und gerade in Frankfurt fortlaufend. Gestern eröffnete Equinix in Griesheim sein Rechenzentrum FR6. Trotz dieser Numerierung ist es die siebte Immobilie dieser Art am Main.

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Dort können Kunden Hochleistungsrechner unterstellen. Equinix sorgt für Strom, Kühlung und Sicherheit rund um die Uhr. Zudem bietet der Standort Zugang zu großen Cloud-Betreibern wie Amazon Web Services, Microsoft Azure, Google Cloud Platform und Salesforce. Bis zum Endausbau mit einer Nutzfläche von 6600 Quadratmetern investiert Equinix 92 Millionen Euro in Griesheim. Die Firma zählt in Frankfurt etwa 800 Kunden.

          Zur Eröffnung war Konzernchef Steve Smith aus Amerika angereist. Er berichtete im Beisein von Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) über Milliardeninvestitionen und anhaltendes Wachstum. Wie sehr das Geschäft allein durch den Gebrauch mobiler Endgeräte an Fahrt gewonnen hat, verdeutlichte Smith anhand zweier Zahlen. Als das Unternehmen vor knapp 20 Jahren angefangen habe, seien zehn Millionen Handys weltweit im Umlauf gewesen – bald gebe es mehr Mobiltelefone als Menschen. Deutschland-Vertriebschef Christian Zipp nannte Industrie 4.0 und mobiles Arbeiten als Treiber für das weitere Geschäft. Hinzu komme der private Datenverkehr mit allein 20 Millionen Whatsapp-Nachrichten in der Minute hierzulande.

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