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Business Angels : Engel mit Geschäftssinn

Der Beruf klingt esoterisch, ist er aber nicht: Business Angels, wie Nikolaus Bayer, stecken ihr Geld in junge Unternehmen, damit sie wachsen. Bild: Nikolaus Bayer

Business Angels helfen Start-ups dabei, richtig groß zu werden. Die Szene ist in der Region noch recht übersichtlich – aber sie wächst. Ein Teil trifft sich regelmäßig beim Verein Business Angels Frankfurt/Rhein-Main.

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          Wann genau er das erste Mal das Wort „Business Angel“ gehört hat, daran kann sich Andreas Lukic zwar nicht erinnern, wohl aber, wo es war: im Silicon Valley. Lukic, der nach seinem Studium bei einem Investmentfonds angeheuert hatte, war Ende der neunziger Jahre in den Vereinigten Staaten unterwegs, um den Markt zu entdecken. Es war die Zeit des ersten Internetbooms, Google, Netflix und Ebay wurden gegründet, und innerhalb eines Jahres wurden sechs Milliarden Dollar in Start-ups investiert – von Business Angels. „Ich war damals Ende zwanzig und fand das einfach toll“, erinnert sich Lukic. Als er kurz darauf nach Deutschland zurückkehrte, entschloss er sich, selbst einer zu werden, nicht im Silicon Valley, sondern im Rhein-Main-Gebiet. 1999 wagte er sein erstes Investment, etwas später gab er seinen Job auf und wurde Vollzeitinvestor.

          Falk Heunemann
          (fahe.), Rhein-Main-Zeitung

          Die Berufsbezeichnung Business Angel, was auf Deutsch Unternehmensengel heißt, klingt esoterischer, als sie ist. Gemeint sind Mäzene und Mentoren, die ihr eigenes Geld in junge Unternehmen stecken, damit diese wachsen können. Ganz selbstlos macht ein Engel-Investor das nicht, er riskiert sein Geld, weil er auf Rendite hofft, aber auch, um sein Wissen und seine Erfahrung weiterzugeben. Ohne sie gibt es keine blühende Start-up-Szene. Für Banken ist das Investment oft zu riskant, und der Staat allein kann die risikobereiten Starthelfer nicht ersetzen.

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