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Digitalisierung im Landbau : Düngen nach dem Blick auf das Satellitenbild

Begeisterter Datensammler: Bauer Stefan Wagner vor seiner Wetterstation nahe des Kronenhofs Bild: Rainer Wohlfahrt

Am Rande des Ackers wächst das Getreide schwächer als in der Mitte. Nur weshalb? Bauer Stefan Wagner verdankt die Antwort der Digitalisierung.

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          Früher haben Landwirte morgens als erstes aus dem Fenster geguckt. Um zu sehen, wie das Wetter ist und ob sie mit dem Traktor auf ihre Äcker können. Und heute? Gucken sie zuerst auf das Smartphone. Das verrät ihnen die Getreidepreise an den Warenterminbörsen und die Temperatur im Schweinestall. Oder auch das Ausmaß der Wärme im Spargelfeld, gemessen von Sensoren und von einem Satelliten an das Handy gefunkt. Längst hat die Digitalisierung auch die Landwirtschaft in Hessen erfasst. Anschauliche Geschichten dazu kann zum Beispiel Stefan Wagner vom Kronenhof in Bad Homburg erzählen. Sie handeln von GPS, aus dem Weltraum aufgenommenen Biomasse-Karten und schlauen Maschinen, die wie von Geisterhand eine Stelle eines Ackers kräftiger düngen als eine andere.

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Auch die neue Digitalministerin von Hessen befasst sich mit Digitalisierung im Landbau. Am Dienstag wird Kristina Sinemus auf einem Versuchsgut der Universität Gießen, in Deutschland eine der Adressen für Agrarstudien schlechthin, manches über die innovative Schädlingsbekämpfung und optimiertes Pflanzenwachstum erfahren.

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