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Digitaler Ländervergleich : Hessen liegt vorne

Die „digitale Schule Hessen“: Auch Bildung wurde in den „Digitalen Ländervergleich“ miteinbezogen. Bild: dpa

Die Zahl des Tages lautet 72. Denn mit dieser Punktzahl hat Hessen beim „Digitalen Ländervergleich“ gewonnen. Doch es stellt sich die Frage, wie viel dieser Trumpf über die tatsächliche Lage aussagt.

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          Da war der Jubel in Wiesbaden groß: Hessen hat im „Digitalen Ländervergleich“, den der Verband der Internetwirtschaft Eco jüngst veröffentlicht hat, mit Abstand am besten abgeschnitten. Mit insgesamt 72 von 108 Punkten, die der Lobby-Verein für politische Anstrengungen in Sachen Breitband-Ausbau, Datenschutz, IT-Sicherheit, digitale Bildung und ähnliche Themen zu vergeben hatte, liegt das Bundesland klar vor dem zweitplatzierten Baden-Württemberg (57 Punkte) und Nordrhein-Westfalen auf Platz drei (53 Punkte). Der ewige Konkurrent Bayern schaffte es nur auf Platz sechs und bekam 45 Punkte.

          Inga Janović

          Wirtschaftsredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus (parteilos) deutete das Ergebnis sofort als „Bestätigung der Anstrengungen der vergangenen Jahre“. Tatsächlich sind die 72 Punkte aber nur eine gute Note für klug formulierte Absichtserklärungen der Landespolitik. Darüber, wie digital Hessen tatsächlich ist, sagt sie nichts aus. Denn für die Eco-Analyse wurden die schriftlich niedergelegten digitalpolitischen Programme der Bundesländer, nicht aber deren Verwirklichung ausgewertet.

          So gab es beispielsweise für Hessen schon Bestnoten, weil es überhaupt ein Digitalministerium hat. Für eine gute Benotung war zudem entscheidend, inwiefern sich die Ziele der Landespolitiker mit den Vorstellungen der Verbandsmitglieder, also der Unternehmen, decken.

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