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Digitale Währung : Vorsicht bei Bitcoin-Werbung

Anlage für Liebhaber: Private Bitcoin-Investoren befassen sich oft ausgiebig mit ihren Geldgeschäften Bild: AFP

Besonders bei digitalen Währungen wie Bitcoin warnt der Verbraucherschutz vor unseriösen Angeboten, hinter denen sich oft Schneeballsysteme verstecken. Ein Blick auf das Impressum kann davor schützen.

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          Rund um digitale Währungen wie Bitcoin machen Verbraucherschützer oft Angebote für unseriöse Geschäftsmodelle aus, die hohe Renditen versprechen, dabei aber vieles im Unklaren lassen. In vielen Fällen handele es sich vermutlich um verbotene Schneeballsysteme, bei denen weitere Teilnehmer geworben werden sollten, heißt es in einer Mitteilung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

          Petra Kirchhoff

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          In einem Fall ließ sich ein Verbraucher innerhalb von vier Monaten zur Zahlung eines Gesamtbetrags von 13.250 Euro drängen, berichten die Mainzer Verbraucherschützer. Misstrauisch wurde der Anleger erst, als er sich das Geld auszahlen lassen wollte und es hieß, er müsse zunächst 13.000 Euro Steuern überweisen.

          Die Verbraucherzentrale und das Landeskriminalamt empfehlen, immer erst das Impressum zu prüfen. Ein Firmensitz im Ausland müsse skeptisch machen. Ob es sich beim Anbieter um ein von der Bafin oder einem anderen EU-Land lizenziertes Unternehmen handelt, lässt sich über die Unternehmensdatenbank der Bafin überprüfen: portal.mvp.bafin.de/database/InstInfo/. Über das Geschäftsmodell sollten sich Anleger informieren können, ohne dass sie sich dafür registrieren müssen. Hellhörig sollten Anleger sein, wenn sie aufgefordert werden, Freunde und Bekannte zu werben. Grundsätzlich empfiehlt die Verbraucherzentrale eine unabhängige Beratung.

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