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Rheingau hinten in Lohnliste : Die Großstadt zahlt am besten

Wer hier leben will, braucht Geld: der Offenbacher Hafen Bild: Rainer Wohlfahrt

Wo lässt sich Hessen am meisten Geld verdienen? Natürlich in Frankfurt. Dagegen fällt der lebensfrohe Rheingau ganz unschön ab. Überraschend sehen die Zahlen zu Offenbach aus.

          Es ist ja schön, wenn die Statistiker einem bestätigen, was man ohnedies vermutet: In Frankfurt lässt sich am besten Geld verdienen. Nach einer neuen Veröffentlichung betrugen die Bruttolöhne dort im Jahr 2016 je Beschäftigtem 44.500 Euro. Im Rheingau-Taunus-Kreis hingegen musste man sich mit 31300 Euro bescheiden, die anderen Großstädte und Landkreise der Region lagen dazwischen. Nimmt man ganz Hessen in den Blick, lag der Wert bei 36.800 Euro.

          Manfred Köhler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Im Mittel sind das, rechnet man mit diesem Wert, 3067 Euro im Monat. Brutto wohlgemerkt, also vor allen Abzügen. Die Aussagekraft der absoluten Zahl ist insofern beschränkt, als die Löhne und Gehälter aller Arbeitnehmer berücksichtigt wurden, egal, ob sie eine volle Stelle hatten oder nur Teilzeit arbeiteten. Interessant ist der Blick auf die einzelnen Wirtschaftssektoren.

          Offenbach knapp über dem Durchschnitt

          In Frankfurt ließen sich im für diese Stadt wichtigen Dienstleistungsgewerbe im Mittel 50.500 Euro im Jahr verdienen, während im Rheingau nur 39.300 Euro drin waren. Auch bei den Löhnen und Gehälter in der Industrie lag Frankfurt höher als andere Orte. Das mag seinen Grund darin haben, dass in der Mainmetropole viele Verwaltungen sitzen; in den Fabriken selbst dürften sich die Löhne nicht so sehr unterscheiden.

          Offenbach kann, wie wohl sonst in wirtschaftlicher Hinsicht leidend, bei den Löhnen durchaus den Kontakt zu anderen Städten halten. Mit einem Gesamtwert von 37.000 Euro lag die Großstadt knapp über dem hessischen Durchschnitt.

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