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Frankfurt : Das sind die Folgen des Koalitionsvertrags für den Finanzplatz

Blick nach Berlin: Auch der Finanzplatz Frankfurt ist auf die Koalition gespannt. Bild: Frank Rumpenhorst

Fusionen werden leichter, Finanzgeschäfte nicht besteuert: Was im Koalitionspapier für den Finanzplatz Frankfurt gut ist. Und was nicht.

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          Für Hubertus Väth ist nicht nur wichtig, was im Koalitionsvertrag steht. Sondern auch, was dort nicht zu finden ist. Zum Beispiel ein Absatz über die Finanztransaktionssteuer. Diese Steuer auf jegliche Geschäfte mit Finanzprodukten hatte der designierte neue Kanzler Olaf Scholz (SPD) ebenso wie die Grünen zuletzt angestrebt, in das Koalitionspapier hat es die Regelung nicht geschafft. Hubertus Väth freut sich darüber, schließlich vertritt er als Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance die Interessen des Finanzplatzes und seiner Unternehmen. Väth ist überzeugt davon, dass der Handel in Frankfurt durch die neue Steuer erheblichen Schaden genommen hätte, „die großen Gewinner wären die Finanzplätze in Amsterdam, Dublin und Luxemburg gewesen, die von dieser Schwächung des Handels in Deutschland zu Lasten Frankfurts stark profitiert hätten.“

          Daniel Schleidt
          Stellvertretender Koordinator der Wirtschaftsredaktion in der Rhein-Main-Zeitung.

          Auch wenn viele Formulierungen im Koalitionsvertrag noch unkonkret sind, so stößt das Papier der künftigen Ampel-Koalition unter Vertretern der Frankfurter Finanzbranche weitgehend auf Zustimmung. „Sehr ausbalanciert“ findet Hubertus Väth das Werk, der Frankfurter Finanzprofessor Volker Brühl zeigt sich „positiv überrascht“, auch Vertreter zahlreicher Verbände äußerten überwiegend Lob für die Pläne von SPD, Grünen und FDP.

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