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Programm im Deutschen Pavillon : Hessens großer Expo-Auftritt in Dubai

Bühne für Deutschland: Wie ein Atrium ist die Bühne konzipiert, die nicht nur Zuschauer, sondern auch Mitmacher anlocken soll. Bild: obs

Mehrere Millionen Besucher werden vom 1. Oktober an zur Weltausstellung in Dubai erwartet. Für das Programm im Deutschen Pavillon „Campus Germany“ sind Frankfurter verantwortlich.

          4 Min.

          Die Zeit der Leistungsschauen ist längst vorbei. Die Weltausstellung von einst firmiert schon seit mehr als 60 Jahren unter dem Kürzel Expo, und statt technische Neuerungen zu präsentieren, gilt es, ein Land auch in seiner Kultur zu präsentieren. Und das übernimmt die Frankfurter Agentur Voss+Fischer in Kooperation mit dem Kurator Mike Heisel. Engagiert hat sie die Kölner Messegesellschaft, die den Pavillon insgesamt im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums verantwortet. Qualifiziert haben sich die Frankfurter dafür schon bei der Expo 2015 in Mailand. Auch dort waren sie für das deutsche Kulturprogramm verantwortlich. Und das kam an. So gut, wie Markus Illing von Voss+Fischer beschreibt, dass der Deutsche Pavillon auf dem italienischen Ausstellungsgelände zu dem Ort wurde, an dem man sich verabredete. Und wo die jungen Mitarbeiter all der anderen Stände auch am Abend gerne noch etwas länger blieben.

          Patricia Andreae
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          "Es wurden erstmals in der Expo-Geschichte Abendtickets eingeführt", berichtet Illing. Denn Heisel, der tief in der Frankfurter Musikszene verwurzelt ist, hatte auch DJs ins Programm aufgenommen, für die sei Deutschland schließlich weltweit bekannt. Damit sei der Pavillon als etwas Lebendiges in der Landschaft der vielen Ausstellungen wahrgenommen worden. An diese Erfahrung will das Team anknüpfen. Zeit für die Vorbereitung hatten sie mehr, als ihnen lieb war, denn die Expo 2020 in Dubai beginnt pandemiebedingt mit einem Jahr Verspätung. So sei vieles vorbereitet gewesen und habe zum Teil wieder neu geplant werden müssen, berichtet Illing. Und das unter erschwerten Bedingungen, denn mangels anderer Engagements in den Zeiten der Lockdowns ohne Messen und Großveranstaltungen waren die meisten Mitarbeiter der Agentur in Kurzarbeit. So habe er oft allein mit Heisel an den Konzepten getüftelt, sagt Illing. Nicht eben leichter wurde das dadurch, dass das Budget begrenzt ist, es liegt für das halbe Jahr bei knapp über zwei Millionen Euro.

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