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Ausweitung des Dax : Ohne Aufsteiger aus Rhein-Main

Krisenmodus: Die Lufthansa musste im Lockdown Maschinen abstellen – und flog zudem aus dem Dax. Bild: dpa

Der in Frankfurt geführte Deutsche Aktienindex soll ausgeweitet werden. Doch Unternehmen aus der Rhein-Main-Region werden davon nicht profitieren. Das hat Signalwirkung.

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          Zuerst die Commerzbank, dann die Lufthansa: die Rhein-Main-Region musste in den vergangenen Jahren zwei Abstiege aus dem Deutschen Leitindex verkraften. Nur noch fünf Unternehmen aus Rhein-Main sind seitdem im Dax vertreten. Und auch die bevorstehende Reform des Leitindex wird daran nichts ändern, obwohl der Dax wohl von 30 auf 40 Titel erweitert wird. Am Dienstag werden die Ergebnisse einer Marktkonsultation vorgestellt, die die Deutsche Börse durchgeführt hat und die zeigen soll, ob der wichtigste Börsenindex des Landes ein neues Gesicht bekommen wird. Es geht um eine größere Zahl von Firmen, um neue Regeln und andere Bewertungskriterien. Dabei zeichnet sich schon jetzt ab: Die neuen Aufsteiger stammen nach aktueller Bewertung unter anderem aus Berlin, Düsseldorf, Hannover, München – aber nicht aus Frankfurt oder der Rhein-Main-Region.

          Daniel Schleidt
          Stellvertretender Koordinator der Wirtschaftsredaktion in der Rhein-Main-Zeitung.

          „Die Chancen stehen nicht allzu gut“, sagt auch Michael Bissinger, Analyst bei der Frankfurter DZ Bank. Für die Neuaufnahme hätten jene Konzerne die besten Chancen, die zuletzt gut durch die Corona-Krise gekommen sind, „darunter sind auch einige Geschäftsmodelle mit einer hohen Technologielastigkeit und Zukunftsfähigkeit, zum Beispiel der Berliner Online-Händler Zalando, das Biotech-Unternehmen Qiagen oder der Pharma-Zulieferer Sartorius“, so Bissinger.

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