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Weltwirtschaftsforum : Merkels Gefolge in Autos aus Kriftel

Als der Konvoi des amerikanischen Präsidenten an vorbeirollt, hisst Ralf Bülter die amerikanische Flagge – „wegen der PR“. Bild: dpa

In Davos gibt sich die internationale Prominenz aus Wirtschaft und Politik die Klinke in die Hand. Auch ein Unternehmer aus Kriftel spielt dort eine wichtige Rolle.

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          Im Besprechungszimmer riecht es nach Weihrauch. Vor dem hölzernen Kreuz an der Wand des Gruppenraums in der Herz-Jesu-Kirche in Davos bleibt Ralf Bülter stehen, dreht sich um und schaut auf drei große Flachbildschirme, die ihm einen schnellen Überblick über seinen Arbeitstag bieten. Etwa 150 Fahrten stehen an diesem Tag an, zeigt das System.

          Daniel Schleidt

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das Arbeitszimmer ist eng, und weil gerade zehn Mitarbeiter an der Tagesplanung teilnehmen, ist es warm und hektisch. Während des Weltwirtschaftsforums ist das kleine Schweizer Bergdorf im Ausnahmezustand, und Ralf Bülter spielt mit seiner in Kriftel im Main-Taunus-Kreis ansässigen Firma Top Alliance mit im Konzert der Großen und Mächtigen. Die kleine, hübsche Kirche hat er sich für die Woche des Gipfeltreffens von Politik und Wirtschaft gemietet. „Wir kennen den Pfarrer und den Küster gut“, sagt er, im Gegenzug bekommt die Gemeinde von Bülter eine großzügige Spende. Denn aus seinem direkt nebenan gelegenen Büro auf der Promenade von Davos heraus lässt sich das, was Bülter und die Top Alliance während des Weltwirtschaftsforums tun, nicht organisieren: Er ist Mitgesellschafter eines Limousinen-Service, der in dieser Zeit Geschäftsleute, Politiker und Verbandsvertreter vom Konferenzzentrum ins Hotel, von Vorträgen zu Lunchterminen, von Interviews zu einem der großen Konferenzhotels fährt. 133 Autos, überwiegend aus der Oberklasse, gehören in diesen Tagen zu seiner Flotte. Seine Kunden sind Unternehmen, die den Chauffeur-Dienst fest buchen.

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