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Drogerie-Kräfte in Frankfurt : Mit Argusaugen gegen Hamsterkäufer

Sicherheitshinweis: Diese Drogerie in Frankfurt setzt derzeit auf Einlasskontrolle, Hamster auf zwei Beinen dürften ein Grund sein Bild: Rainer Schulze

Sie müssen drei Drogeriemärkte ablaufen, um Milchpulver zu ergattern. Oder bei Windeln leer ausgehen, weil andere Kunden nicht genug bekommen können. Darüber berichten Frankfurter Mütter. Nun kämpfen die Läden dagegen an.

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          Nachdem am Samstag noch ungezügelt die Regale leergeräumt worden waren, begannen am Montag etliche Geschäfte in Frankfurt, die Verkaufsmengen zu reduzieren und selbst darauf zu achten, dass möglichst viele Menschen kaufen können, was sie brauchen. Mehr als zwei Pakete Nudeln, Windeln oder Hygieneartikel pro Kunden wollten beispielweise Müller und Tegut an der Berger Straße im Stadtteil Bornheim nicht mehr rausrücken. Trotzdem waren viele Regale schon früh am Tag leer.

          Inga Janović

          Wirtschaftsredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Eine Mutter aus dem Nordend berichtete, dass sie drei Drogerien ablaufen musste, um noch Milchpulver aufzutreiben. In einem der Geschäfte habe sie dann mit ansehen müssen, wie ein Mann vor ihr den gesamten letzten Windelvorrat in seinen Korb stapelte und damit abzog. Die Frau ging leer aus.

          Kollegin alarmiert

          Ähnliche Hamsterkäufe soll den Angaben einer Neu-Isenburgerin auch ein Vater in der Hugenottenstadt versucht haben. Doch als er das zweite Mal mit zwei Paketen Milchpulver an der Kasse einer Drogerie stand, erkannte ihn die Verkäuferin und schickte den Mann mit leeren Händen fort. Sie habe sogar noch zum Telefon gegriffen und ihrer Kollegin im benachbarten Markt eine Personenbeschreibung des Hamsters durchgegeben, berichtete die Zeugin.

          Manche Drogerien setzen aber nicht nur auf die Wachsamkeit eigener Mitarbeiterinnen. Mehrere Märkte haben nun einen Türsteher als Einlasskontrolleur. Ein Laden in Bockenheim behilft sich dessen ungeachtet mit einer Klarsichtfolie vor der Kasse, um seine Belegschaft zu schützen.

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