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Corona-Krise bei Fahrdiensten : „Es gibt schon eingemottete Taxis“

Warten statt fahren: Taxis am Frankfurter Hauptbahnhof Bild: Aders, Hannah

Die Warn-Streiks in Frankfurt waren für sie die besten Tage seit Beginn der Pandemie: Taxifahrer warten sonst oft Stunden auf einen Fahrgast, und nach einer Schicht haben sie kaum die Kosten hereingefahren. Viele sind verzweifelt.

          3 Min.

          Es ist ein Meer in Eierschalenfarbe. Dicht an dicht, Stoßstange an Stoßstange drängen sich die Taxis vor dem Hauptbahnhof. Tatenlos müssen die Fahrer zusehen, wie die Zeit verrinnt, ohne dass das Taxameter eingeschaltet werden kann. Keine Messen, keine Kongresse, keine großen Fußballspiele, Konzerte, Opern und nun auch wieder kaum noch private Feiern und eine frühe Sperrstunde. Für Taxifahrer bleibt da wenig zu tun. Die Tage, an denen die Streiks im öffentlichen Dienst Straßen- und U-Bahnen lahmlegten, waren für manche Fahrer die besten seit Beginn der Corona-Krise.

          Patricia Andreae

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          „So schlimm war es noch nie“, sagt Muhammad Zamzan, der seit 15 Jahren als Fahrer arbeitet. Am Hauptbahnhof stehe er regelmäßig drei und mehr Stunden, um eine Fahrt annehmen zu können, berichtet Imran Malik, der seit sieben Jahren im Taxi Dienst tut. Die beiden erzählen, dass sie teilweise zwölf Stunden arbeiten, um am Ende mit 50 Euro nach Hause zu gehen.

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