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Eintracht Frankfurt und Corona : Das jähe Ende einer Traumreise

Magisch wird so manche Nacht im Frankfurter Stadion auch durch die Fantasie der Eintracht-Anhänger. Bild: Picture-Alliance

Die Entwicklung von Eintracht Frankfurt in den vergangenen Jahren ist erstaunlich und sollte eigentlich in die Spitzengruppe der Bundesliga führen. Doch die Corona-Krise droht diesen rasanten Aufstieg nun zu stoppen.

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          Zwischen August 2019 und August 2020 liegen zwölf Monate, für Eintracht Frankfurt sind es aber Welten. Es ist der 29. August des vergangenen Jahres, als die Fußballer aus der Mainmetropole durch einen 3:0-Sieg gegen Racing Straßburg abermals in die Gruppenphase der Europa League einziehen. Wer dabei ist, ist berauscht. Nach einem 0:1 im Hinspiel zeigt sich im Waldstadion beim Rückspiel wieder jene Einheit zwischen Mannschaft und Fans, die den Frankfurter Traditionsklub schon ein Jahr zuvor überraschend ins Halbfinale der Europa League geführt hatte.

          Daniel Schleidt

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das Stadion bebt, ganz Fußballdeutschland schwärmt von dieser Atmosphäre und der kämpferischen Eintracht. Noch wichtiger: Der Sieg und die abermalige Qualifikation für die Gruppenphase sollen der Eintracht endgültig jenen wirtschaftlichen Schub geben, um sie dauerhaft im oberen Drittel der Bundesliga zu etablieren. Es scheint, als sei nach dem Pokalsieg 2018 und auf der Reise durch Europa ein schlafender Riese geweckt worden, der nun beginnt, sich langsam aufzurichten. Mehr Umsatz, mehr Mitglieder, neue Sponsoren, ein größeres Stadion, mehr Tickets, ausverkaufte Business-Logen, mehr Fernsehgeld: Wo man hinschaut, eilt der Verein von Rekord zu Rekord.

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