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Brauerei : Investor für Privatbrauerei Schmucker gefunden

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Schmucker-Bier zählt künftig zur Schörghuber-Gruppe Bild: dpa/dpaweb

Die in Finanznot geratene Privatbrauerei Schmucker im Odenwald wird von den Brauhäusern Fürstenberg und Hoepfner übernommen. Zu den Bedingungen für eine Übernahme gehörte der Erhalt der Marke, des Standortes und der Arbeitsplätze.

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          Die in Finanznot geratene Privatbrauerei Schmucker aus Mossautal im Odenwald wird von den badischen Brauhäusern Fürstenberg und Hoepfner übernommen. Das gaben Schmucker und die Schörghuber Unternehmensgruppe in München am Freitag bekannt und bestätigten damit einen Bericht des „Darmstädter Echos“ vom selben Tag. Fürstenberg und Hoepfner gehören seit Anfang 2005 unter gemeinsamer Führung zu der Münchner Gruppe, deren Brau Holding International (BHI) die Nummer drei auf dem deutschen Biermarkt ist.

          Das 1780 gegründete Familienunternehmen Schmucker beschäftigt rund 100 Mitarbeiter und braut 200.000 Hektoliter Bier im Jahr. Mit einer größeren Investition in technische Anlagen und eine Lagerhalle hatte es sich vor drei Jahren hoch verschuldet. In der Folge war die Brauerei angesichts des schrumpfenden Biermarktes in eine finanzielle Schieflage geraten.

          Nähere Angaben zu der Einigung mit den Brauereien Fürstenberg aus Donaueschingen und Hoepfner aus Karlsruhe machte das Unternehmen am Freitag mit Verweis auf eine Pressekonferenz am kommenden Dienstag nicht. Schmucker-Geschäftsführer Friedrich Martin Lippmann hatte wegen der Finanzprobleme bereits seit einiger Zeit nach einem Investor gesucht.

          Arbeitsplatzerhalt eine Bedingung für Übernahme

          Zu den Bedingungen für eine Übernahme gehörte der Erhalt der Marke, des Standortes und der Arbeitsplätze. Unter den Interessenten waren auch regionale Brauereien wie Pfungstädter aus der Nähe Darmstadts sowie Eder und Heylands aus Aschaffenburg.

          Der Mossautaler Bürgermeister Willi Keil (parteilos) begrüßte die Einigung als „unter den gegebenen Umständen gute Entscheidung“. Die BHI habe bei ihren bisherigen Aufkäufen gezeigt, daß sie ihre Tochterunternehmen Gewinn bringend weiterbetreibe. „Ich hoffe, daß für die nächsten Jahre die Arbeitsplätze gesichert sind“, sagte Keil.

          Die BHI gehört zu 50,1 Prozent der Schörghuber Unternehmensgruppe und zu 49,9 Prozent dem holländischen Bierkonzern Heineken. In den vergangenen Jahren hat sie eine ganze Reihe kleinerer regionaler Brauereien aufgekauft. Mit Marken wie Paulaner, Hacker-Pschorr, Kulmbacher und Karlsberg erzielt sie mittlerweile einen Absatz von zehn Millionen Hektoliter und einen Marktanteil von zwölf Prozent am deutschen Biermarkt.

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