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Brauerei seit 150 Jahren : Binding setzt auf Digitalisierung

Sinkender Konsum: Zuletzt trank jeder Deutsche jährlich im Schnitt noch 100 Liter Bier – das sind 40 Liter weniger als in den achtziger Jahren. Bild: dpa

Die große Feier zum 150. Geburtstag musste die Binding-Brauerei absagen. Trotz Corona und Bierflaute ist ihr aber vor der Zukunft nicht bange. Eine Traditionsmarke sieht sich gerüstet für die Moderne.

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          Manches hat sich bei der Binding-Brauerei in 150 Jahren nicht geändert. „Die Rezeptur ist im Wesentlichen gleich“, erzählt Braumeister Peter Winter. Das Pils werde noch immer gut gehopft, „wie es sich gehört“. Und was geblieben sei, das sei natürlich der Qualitätsanspruch. Doch ansonsten ist sehr vieles anders als 1870, als Conrad Binding am 1. August eine kleine Brauerei am Frankfurter Garküchenplatz übernahm, die seitdem seinen Namen trägt. In der Frankfurter Altstadt ist das Unternehmen schon seit 1881 nicht mehr zu finden, damals zog es auf den Sachsenhäuser Berg. Von dort aus stieg Binding zu einer der größten Brauereien des Landes auf, übernahm Dutzende Konkurrenten, erfand das alkoholfreie Clausthaler – und stemmt sich nun gegen Branchen- und Corona-Krise.

          Falk Heunemann

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Eigentlich war zum Jubiläum am heutigen Samstag ein großes Fest auf dem Brauereigelände geplant gewesen, um die 25.000 Menschen wurden dazu erwartet. Doch wegen der Pandemie muss das Fest ausfallen. Auch sonst ist den Brauern wenig nach Feiern zumute. Binding verkauft seine Biere zum erheblichen Teil in der Gastronomie und auf Festen. Doch Kneipen und Restaurants hatten wochenlang geschlossen.

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