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Billigkaufhaus : Woolworth gibt Zeil und „Kids stores“ auf

Für das Woolworth-Haus an der Zeil in Frankfurt laufen Gespräche mit Übernahme-Interessenten Bild: Daniel Pilar

Woolworth Deutschland wird den Standort an der Zeil in Frankfurt aufgeben. Ebenso trennt sich das insolvente Frankfurter Unternehmen von den erst vor rund zwei Monaten eingerichteten „Kids stores“. Sie passen nicht in das Konzept der neuen Deutschen Woolworth.

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          Die insolvente Frankfurter Billigkaufhauskette DWW Woolworth Deutschland GmbH & Co. KG wird ihren Standort an der Zeil aufgeben. Ebenso trennt sich das Unternehmen von den erst vor rund zwei Monaten eingerichteten „Kids stores“ in Hochheim, Nidda, Usingen sowie Dortmund. Dies sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters Ottmar Hermann der Rhein-Main-Zeitung.

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          „Die ,Kids stores' sind ein Marketingversuch gewesen, eine Lösung für die kleinen Filialen unter der Ägide von Woolworth zu finden“, erläuterte der Sprecher. Allerdings passten kleine Geschäfte, sogenannte „Minis“, nicht in das Konzept der im Juli gegründeten Deutschen Woolworth GmbH. Dieses ebenfalls in Niederrad ansässige Unternehmen will sich als Nachfolgegesellschaft auf Filialen mit einer Verkaufsfläche von 800 und 1500 Quadratmetern und 25 bis 30 Mitarbeitern konzentrieren. Vor diesem Hintergrund fällt auch das gut 150 Beschäftigte zählende Haus an der Zeil, das intern als „Riesenladen“ gilt, durch das Raster.

          Gespräche mit Investoren

          Wie der Sprecher weiter sagte, laufen für das Zeil-Haus derzeit Gespräche mit Interessenten, die das Ladenlokal übernehmen wollten. Namen nannte der Sprecher indes nicht. Das Bieterverfahren für die anderen Filialen sei „auf der Zielgeraden“. Für die „Minis“ interessiere sich in der Regel mindestens ein Investor. Denn Läden mit 400 bis 450 Quadratmetern seien für Discounter und Drogerien attraktiv.

          Die neue Woolworth will vorerst 150 Standorte betreiben. Der neue Auftritt ist im Rhein-Main-Gebiet schon in den Filialen im Ringcenter Offenbach und in Frankfurt-Höchst zu sehen. Beide Geschäfte zählen zu den ersten Standorten, die umgebaut worden sind. Woolworth präsentiert dort ein optisch klares Ladenkonzept. Textilien finden sich rechts, Aktionswaren in der Mitte und sogenannte Hartwaren wie Elektrogeräte, Geschirr, Schuhe oder Toilettenartikel links. Die gegenüber früher erhöhten Regale und die Kassen stehen sämtlich parallel zur Laufrichtung. Zudem verkleinert Woolworth das Sortiment von rund 50.000 auf etwa 30.000 bis 35.000 Artikel.

          Zu Monatsbeginn hatte Woolworth verlautbart, dass die Standorte Bad Camberg, Bürstadt, Lich und Niedernhausen geschlossen werden. Auch dort hat die Kette kleine Läden betrieben.

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