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Billigkaufhaus-Kette : Woolworth geht an Tengelmann-Holding

  • Aktualisiert am

Ob Woolworth auch künftig von Frankfurt-Niederrad aus gesteuert wird, ist offen Bild: dpa

Der Übernahmepoker um die Billigkaufhaus-Kette Woolworth scheint beendet. Wie Insolvenzverwalter Hermann bestätigte, geht das Unternehmen an die HH Holding, die hinter Tengelmann steht - sofern der Gläubigerausschuss dieser Wahl zustimmt.

          Die insolvente Warenhauskette Woolworth Deutschland wird Kreisen zufolge an die Eigentümer der Handelsketten Tengelmann und Kik verkauft. Mit der HH Holding habe sich der Favorit des Vermieters der meisten der 162 Häuser, des Finanzinvestors Cerberus, durchgesetzt, sagten drei mit den Verhandlungen vertraute Personen am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Insolvenzverwalter Ottmar Hermann bestätigte diese Information der dpa im Laufe des Nachmittags.

          Woolworth werde mit seinem neuen Konzept als Ganzes erhalten. Alle 4500 Beschäftigten erhielten zudem ein auf ein Jahr befristetes Arbeitsplatzangebot zu gleichen Konditionen, sagte Hermanns Sprecher weiter.

          Zukunft der Zentrale offen

          Der von Hermann bevorzugte Bieter, der auf Einzelhandels-Sanierungen spezialisierte amerikanische Investor Gordon Brothers, habe seine Niederlage bereits eingestanden, hieß es in den Kreisen. Hermanns Sprecher wollte sich zu der Information nicht äußern. Der Verkauf muss dessen ungeachtet vom Gläubigerausschuss bestätigt werden.

          Die HH Holding will Woolworth weiterführen und hat sogar eine Expansion der Billig-Warenhauskette mit ihren rund 4500 verbliebenen Mitarbeitern versprochen. Die Zukunft der gut 200 Beschäftigten in der Woolworth-Zentrale in Frankfurt-Niederrad ist allerdings fraglich.

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