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Gigafactory in Darmstadt : Batterien für die ganze Welt

  • -Aktualisiert am

Vollautomatisch: Die Gigafactory von Akasol im Südwesten Darmstadts kommt fast ohne Mitarbeiter aus. Bild: Frank Röth

Auch wenn Akasol nun in amerikanischer Hand ist: Mit einer neuen Fabrik will der Batteriespezialist das Potential eines Milliardenmarkts von Darmstadt aus erschließen.

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          Der große Besuch aus Berlin kam nicht, aber Peter Altmaiers Worte dürften in Darmstadt trotzdem längere Zeit in Erinnerung bleiben. Der Bundeswirtschaftsminister hatte sein Kommen zur Eröffnung der neuen Fabrik des Darmstädter Batteriesystem-Herstellers Akasol zugesagt, und der Vorstandsvorsitzende Sven Schulz hatte diese Ankündigung als Zeichen für die Bedeutung dessen gewertet, was das Unternehmen in den vergangenen Jahren in Darmstadt erschaffen hat. Altmaier erschien dann zwar doch nicht; in seiner Grußbotschaft aber bezeichnete der Minister Akasol als Vorbild für innovative Betriebe, die dabei helfen sollen, in den nächsten Jahren die ambitionierten Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen. Mit der neuen Fabrik, die Akasol „Gigafactory 1“ nennt, leiste das Unternehmen „einen entscheidenden Beitrag zur CO2-Reduzierung im ÖPNV und in der Logistik“, so Altmaier.

          Daniel Schleidt
          Stellvertretender Koordinator der Wirtschaftsredaktion in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das ist einerseits eine hohe Erwartungshaltung an ein Unternehmen, das derzeit noch defizitär arbeitet und 2020 gerade mal knapp 70 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftete. Andererseits zeigt die Hoffnung, die Altmaier auf das 2008 von drei Studenten der TU Darmstadt gegründete Unternehmen setzt, das Potential, das der Markt für Elektromobilität dem Betrieb gerade offenbart – und den Akasol mit der Gigafactory nutzen will.

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