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„Auftragsbücher voll“ : Großdemonstration gegen Stellenabbau bei Continental

  • Aktualisiert am

Streitfall: Continental will in seinem Werk Babenhausen viele Hundert Stellen abbauen Bild: Michael Kretzer

Continental will mehr als 2000 der 3600 Stellen in seinem Werk Babenhausen abbauen. Gegen diesen Plan haben nun 2000 Frauen und Männer demonstriert. Die IG Metall spricht von vollen Auftragsbüchern.

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          Rund 2000 Männer und Frauen haben in Babenhausen gegen den angekündigten weitreichenden Stellenabbau bei Continental protestiert. „Wir werden selbstverständlich keine Ruhe geben, bis klar ist, wie es mit dem Standort weitergeht“, sagte Jochen Homburg, der Geschäftsführer der für das südhessische Conti-Werk in Babenhausen zuständigen IG-Metall-Geschäftsstelle Darmstadt, nach dem Protestmarsch. Die Auftragsbücher seien voll, was Entwicklung und Produktion angehe. „Ich sehe da sehr gute Chancen. Wir werden Vorschläge machen, wie es weiter gehen kann.“

          Continental hatte im September angekündigt, die Serienproduktion von Steuerungsinstrumenten im Werk Babenhausen bis 2025 zu beenden. Zudem soll geprüft werden, die Hälfte der Entwicklungsarbeit an andere Standorte zu verlagern. Betroffen seien in dem Werk im Kreis Darmstadt-Dieburg mehr als 2200 Arbeitsplätze. 1800 sollen in der Produktion „so sozialverträglich wie möglich“ abgebaut werden - das wäre die Hälfte der 3600 Mitarbeiter, die Ende 2018 bei Conti in Babenhausen arbeiteten. Für 450 Mitarbeiter in der Entwicklung sollen „interne Lösungen“ gefunden werden.

          Der Autozulieferer und Reifenhersteller will wegen der Digitalisierung und der Absatzschwäche in der Autobranche die Kosten senken. Weltweit sollen bis Ende 2023 rund 15 000 Stellen im Konzern von Veränderungen betroffen sein, davon 5000 in Deutschland.

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