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Automatisierte Anlageberater : Gute Noten für Robo-Advisors aus Frankfurt

Stammhaus von Visualtest: Der Robo-Advisor von Union Invest bekommt gute Noten. Bild: dpa

„Capital“ hat 34 Robo-Advisors getestet: Visualvest, Zeedin und Bevestor schneiden unter den Besten ab.In der Corona-Krise hatten mehrere Robo-Advisor gelitten.

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          Günstiger, einfacher und renditeträchtiger anlegen als mit herkömmlichen Fonds – das versprechen Anbieter von Robo-Advisors, den digitalen und voll automatisierten Anlageberatern. 34 solcher Angebote hat nun das Wirtschaftsmagazin Capital getestet, ein Drittel davon werden in Hessen gemanagt. Bei dem Test wurde auch das Abschneiden in der Corona-Krise bis Ende Juni 2020 berücksichtigt, als die Börsenkurse zeitweise drastisch eingebrochen waren.

          Falk Heunemann

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Von allen am besten schnitt demnach der Vermögensverwalter Liqid aus Berlin ab, er akzeptiert aber nur Anlagen von mindestens 100000 Euro. Bester Robo Advisor für Kleinanleger ist damit Visualvest, eine Tochter der Fondsgesellschaft Union Investment (Volksbanken-Gruppe) aus Frankfurt. Er gehöre zu den günstigen Angeboten (0,6 Prozent des Depotwerts im Jahr) und habe mit durchschnittlich sechs Prozent eine der höchsten Jahresrenditen erwirtschaftet, heißt es. Eine noch bessere Rendite erreichte das Commerzbank-Angebot Cominvest mit 7,2Prozent, es werden dafür laut Test aber hohe Kursschwankungen riskiert und mit die höchsten Gebühren verlangt.

          Sehr gute Noten gab es auch für den Neuling Zeedin der Frankfurter Privatbank Hauck&Aufhäuser, der aber 50.000Euro als Mindestanlage voraussetzt. Deutlich kleinere Summen sind bei Bevestor von der Deka-Bank (Sparkassen-Gruppe) und beim Start-up Moneyfarm möglich, beide ebenfalls aus Frankfurt und in der Spitzengruppe vertreten. Bei dem Test wurden unter anderem der Service, die Rendite, die Transparenz und die Anpassung an die Bedürfnisse der Kunden überprüft. Auf hinteren Plätzen landeten das Frankfurter Start-up Ginmon und Geld.de-Moneymaker aus Wiesbaden, unter anderem wegen der niedrigeren Rendite und der geringeren Individualisierung des Anlageangebots.

          In der Corona-Krise hatten mehrere Robo-Advisor gelitten, weil sie im Börsenabschwung besonders häufig die Gelder umgeschichtet hatten. Zudem, heißt es in dem Test, hätten zwar Robo-Advisor im Schnitt eine Jahresrendite von fünf Prozent erzielt. Das hätte man aber als Anleger auch erreicht, wenn man zwei einfache Indexfonds kombiniert hätte, etwa einen auf den Aktienindex MSCI World und einen auf weltweite Anleihen. Damit hätte man sechs Prozent Rendite erzielt und weniger Gebühren gezahlt.

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