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160 Millionen Euro teuer : Noch ein großes Rechenzentrum im Frankfurter Speckgürtel

Datensammler: Blick in ein Rechenzentrum - dieses steht bei Equinix in Frankfurt Bild: Ilkay Karakurt

Rhein-Main ist längst der wichtigste deutsche Standort für Rechenzentren. Und er wächst weiter: Nun soll auch in Bad Vilbel ein Datacenter entstehen. Eine Frage ist aber offen.

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          Weil der Stadt Bad Vilbel ein Investor für ein rund 10.000 Quadratmeter großes Gelände im Gewerbegebiet „Krebsschere“ abgesprungen ist, soll dort nun ein großes Rechenzentrum entstehen. Dies ist das Ergebnis der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Planen, Bauen und Umwelt. Für den Bau des 160 Millionen Euro teuren Projekts haben die WV Energie AG, die Stadtwerke, deren Immobilienbetrieb sowie der regionale Versorger OVAG ein Konsortium gebildet.

          Thorsten Winter
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für Mittelhessen und die Wetterau.

          Ob sie das Rechenzentrum auch selbst betreiben wollen, scheint nach den Worten von Bernd Hielscher, dem Vorsitzenden des Planungs-, Bau- und Umweltausschusses, indes noch nicht ganz klar. Betreiber solcher Einrichtungen sorgen gemeinhin für eine sichere Stromzufuhr und gewährleisten die Sicherheit der Anlage. Dafür gibt es zahlreiche spezialisierte Unternehmen am Markt wie E-Shelter, Equinix, Interxion und Telehouse, die im benachbarten Frankfurt eine Reihe von Rechenzentren betreiben. Zudem mausert sich Hattersheim als Standort für Datacenter.

          Auch öffnen sich Frankfurter Industrieparks, in denen bisher Chemieunternehmen dominieren, für Rechenzentren. Die Main-Metropole ist der zentrale deutsche Standort dieser weiter aufstrebenden Branche.

          Bauantrag gestellt

          Laut Bad Vilbels Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus Minkel hat das Konsortium den Bauantrag gestellt. „Rechenzentren werden gebraucht und die Nachfrage ist groß“, zitiert ihn die „Wetterauer Zeitung“. Bad Vilbel will zudem die Digitalisierung durch den Ausbau des Glasfasernetzes vorantreiben.

          „Das Vorhaben entspricht im Hinblick auf die Höhe der erforderlichen technischen Aufbauten des Rechenzentrums nicht den Festsetzungen des rechtskräftigen Bebauungsplans“, heißt es in der Vorlage an die Stadtverordneten. Deshalb soll der Bebauungsplan zum mittlerweile 14. Mal geändert werden.

          Nach den Worten Hielschers ist geplant, Fassade und Dach des Datacenters zu begrünen. Auch stehe in Rede, die von den Rechnern dereinst erzeugte Abwärme ins Fernwärmenetz einzuspeisen. Als Abnehmer könnte sich die Stadt demnach die geplante Groß-Therme vorstellen. Andernfalls könnten Neubaugebiete in Massenheim in Frage kommen, die ans Fernwärmenetz angeschlossen seien, heißt es.

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