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Arbeitswelt/Kriminalität : Millionenschäden durch Schwarzarbeit in Hessen aufgedeckt

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Im Kampf gegen die Schwarzarbeit haben Finanzkontrolleure 2004 in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland Millionenschäden aufgedeckt. 68,3 Millionen Euro an Sozialversicherungsbeiträgen und Steuern wurden hinterzogen.

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          Im Kampf gegen die Schwarzarbeit haben Finanzkontrolleure im vergangenen Jahr in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland Millionenschäden aufgedeckt. Sie ermittelten 68,3 Millionen Euro an hinterzogenen Sozialversicherungsbeiträgen und Steuern, wie die Oberfinanzdirektion Koblenz am Mittwoch mitteilte. Dies entspricht 14,4 Prozent der in ganz Deutschland aufgedeckten Schadenssumme, die sich auf rund 475 Millionen Euro beläuft.

          In den drei Bundesländern arbeiten derzeit 550 Spezialisten an 13 Standorten für die „Finanzkontrolle Schwarzarbeit“ (FKS). Die Einheit war vor einem Jahr unter dem Dach des Zolls bundesweit neu eingerichtet worden. Im laufenden Jahr soll sie im Bereich der Oberfinanzdirektion Koblenz auf 795 Spezialisten aufgestockt werden.

          Polizei- und Baugewerkschaft: Für Entwarnung kein Grund

          2004 sank das Volumen der Schattenwirtschaft in Deutschland um 14 Milliarden auf 356 Milliarden Euro, wie Bundesfinanzminister Hans Eichel unter Berufung auf Berechnungen von Fachleuten bekanntgab. Während Eichel (SPD) mit den schärferen Kontrollen einen Rückgang der Schwarzarbeit erwartet, sehen die Polizei- und die Baugewerkschaft nach Angaben vom Wochenbeginn keinen Anlaß zur Entwarnung. Experten gehen von hohen Dunkelziffern aus.

          Im vergangenen Jahr wurden wegen Schwarzarbeit in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland rund 8.800 Strafverfahren eingeleitet; bundesweit waren es 91.400. Dabei verhängten die Gerichte Freiheitsstrafen von insgesamt 53 Jahren - im Bund waren es 471 - und Geldstrafen von 1,0 Millionen Euro bei 8,9 Millionen Euro in ganz Deutschland. Im Zusammenhang mit 6.200 (51.800) eingeleiteten Bußgeldverfahren wurden nach Angaben der Steuerbehörde Bußgelder in Höhe von 3,78 (32,8) Millionen Euro verhängt.

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