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Arbeitswelt : Koch fordert Vereinbarkeit von Beruf und Familie

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Hessens Ministerpräsident Koch hat die Unternehmen aufgefordert, ihren Beschäftigten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf leichter zu machen. „Eine familienbewußte Personalpolitik rechnet sich“, sagte er bei einem Kongreß.

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          Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat die Unternehmen aufgefordert, ihren Beschäftigten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf leichter zu machen. „Eine familienbewußte Personalpolitik rechnet sich, weil sie zu Wettbewerbsvorteilen in der Personalentwicklung führt und positive Auswirkungen auf die Produktivität der Mitarbeiter hat“, sagte Koch am Freitag beim Kongreß „Vereinbarkeit von Beruf & Familie“ in Frankfurt.

          Die Berücksichtigung der familiären Lebensverhältnisse steigere die Zufriedenheit und damit die Leistungsbereitschaft der Beschäftigten, sagte der Ministerpräsident. Sie sei eine Investition in die Zukunft, um qualifizierte Mitarbeiter zu finden und zu binden, was mit Blick auf den Rückgang an Arbeitskräften immer wichtiger werde.

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          Mit der Veranstaltung hat die Landesregierung zusammen mit der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der „hessenstiftung - familie hat zukunft“ eine neue Kongreßreihe zum Thema „Dialog von Beruf und Familie in Hessen“ gestartet. Damit sollen Ansätze für bessere Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf entwickelt und die Bedeutung der Familienpolitik als Standortvorteil bewusst gemacht werden.

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