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Arbeitswelt : Hitler-Gruß gegen jüdische Kollegin rechtfertigt Kündigung

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Nach einem Hitler-Gruß gegen eine jüdische Kollegin ist einer Bankangestellten zu Recht gekündigt worden. Das hat das Frankfurter Arbeitsgericht festgestellt und die Klage der entlassenen Bankangestellten verworfen.

          Nach einem Hitler-Gruß gegen eine jüdische Kollegin ist einer Bankangestellten zu Recht gekündigt worden. Das Arbeitsgericht Frankfurt wies am Montag die Kündigungsschutzklage der Arbeitnehmerin zurück. Aufgrund der langjährigen Betriebszugehörigkeit und des Alters der Angestellten bestätigten die Richter allerdings nur die fristgerechte, nicht aber die fristlose Kündigung (AZ: 1 Ca 7033/07).

          Zwischen den beiden Kolleginnen war es zu einer Auseinandersetzung wegen der Benutzung eines Computersystems gekommen. Nachdem sich die jüdische Kollegin geweigert hatte, der späteren Klägerin zu helfen und stattdessen auf andere Arbeitnehmer verwies, äußerte diese: „Die anderen sind doch schon tot. Heil Hitler“.

          Laut Urteil ist eine derartige Entgleisung derart gravierend, dass eine Abmahnung keine ausreichende Sanktion sei. Schon im Hinblick auf den Betriebsfrieden und die Fürsorgepflicht müsse ein Arbeitgeber dafür Sorge tragen, dass es nicht zu derartigen Äußerungen komme. Eine Zeugin hatte vor Gericht geschildert, die beleidigte Kollegin sei „völlig fertig“ gewesen.

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