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Arbeitsgericht Frankfurt : Zu früh gekündigt: Banker verspielt 250.000 Euro

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Das Frankfurter Arbeitsgericht hat sich schon öfter mit Klagen von Investmentbankern beschäftigen müssen Bild: dpa

Ein Investmentbankers ist vor dem Frankfurter Arbeitsgericht mit dem Ansinnen gescheitert, eine im Sozialplan vereinbarte Abfindung von knapp 250.000 Euro zu erhalten. Denn: Er hatte selbst gekündigt, bevor der Sozialplan in Kraft trat.

          Wer in unruhigen Zeiten vorschnell seinen Arbeitsplatz kündigt, kann einiges an Geld verlieren. Das Arbeitsgericht Frankfurt wies die Klage eines Investmentbankers ab, der eine im Sozialplan vereinbarte Abfindung von knapp 250.000 Euro erstreiten wollte. Der Mann habe vor Inkrafttreten des Sozialplans selbst gekündigt. Durch die Eigenkündigung seien die Ansprüche verloren gegangen, heißt es in dem am Donnerstag bekanntgewordenen Urteil (AZ 7 Ca 4871/10).

          Der langjährige Mitarbeiter einer kleinen Privatbank hatte gehört,
          dass das Geldinstitut von einer Großbank übernommen und daher die Investment-Abteilung aufgelöst werden solle. Da er mit einer betriebsbedingten Entlassung rechnete, kündigte er selbst. Der Sozialplan trat aber erst einen Monat später in Kraft.

          Vor Gericht vertrat der Investmentbanker die Auffassung, seine Eigenkündigung habe angesichts der wirtschaftlich schwierigen Zeiten den Charakter einer betriebsbedingten Entlassung gehabt. Der Sozialplan sei außerdem noch innerhalb seiner Kündigungsfrist in Kraft getreten. Überzeugen konnte er das Gericht mit diesen Argumenten jedoch nicht.

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