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Förderung in Unternehmen : Anteil von Frauen in Führungspositionen steigt nur langsam

Frauen in Führungspositionen: Beim gegenwärtigen Tempo des Auf­rückens von Frauen kann es noch Jahrzehnte dauern, bis Parität erreicht wird. Bild: dpa

Seit acht Jahren betrachtet die F.A.Z. die Frauenförderung in vier Frankfurter Konzernen. Es bleibt noch viel zu tun – doch ein Unternehmen ragt heraus.

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          An Bekenntnissen fehlt es nicht. „Vielfalt ist ein wesentlicher Be­standteil unserer Unternehmenskultur“, schreibt die Deutsche Bank in ihrem Geschäftsbericht. „Die Fraport AG verfolgt schon seit vielen Jahren das Ziel, den Frauenanteil in Führungspositionen zu steigern“, heißt es beim Betreiber des Frankfurter Flughafens. Kein Konzern, der sich nicht diesem Ziel verpflichtet sieht. Doch die Wirklichkeit ist komplizierter. Nach wie vor steht an der Spitze von nur einem Dax-Konzern in der Region (und damit überhaupt von nur einem einzigen Dax-Konzern in ganz Deutschland) eine Frau: Belén Garijo führt seit Mai vergangenen Jahres den traditionsreichen Chemie- und Pharmakonzern Merck in Darmstadt. Und auch wenn man auf die Vorstände führender Unternehmen insgesamt in der Region blickt, sind sie allermeisten weiterhin männlich dominiert.

          Manfred Köhler
          Ressortleiter der Rhein-Main-Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Es werden viele Gründe genannt, wa­rum das so ist. Von Zeiten der Familiengründung als Karrierehemmnis ist die Re­de, von einer gläsernen Decke, oberhalb derer Männer angeblich unter sich bleiben wollen. Außerdem muss eine bestimmte Führungsposition schlicht erst einmal frei werden, damit sie neu besetzt werden kann, was sehr lange dauern kann. So oder so: Bevor Frauen in Vorstände aufrücken, gar zu Vorstandsvorsitzenden befördert werden, müssen sie genau wie ihre männlichen Kollegen zunächst die Karriereleiter emporklettern. Es lohnt also der Blick auf die Führungsebenen unterhalb der Vorstände und Geschäftsleitungen: Wie kommen dort Frauen voran?

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