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Spiele-Entwickler : „Anno-Spieler lernen, wie Wirtschaft funktioniert“

Macht die Industrialisierung spielerisch-strategisch zum Thema: Spiel „Anno 1800“ Bild: Ubisoft

Die wohl erfolgreichste Computerspielserie aus Deutschland heißt „Anno“ und wird in Mainz entwickelt. Der neueste Teil „Anno 1800“ erscheint am 16. April. Spiele-Entwickler Dirk Riegert erklärt, was die Simulation über Wirtschaft vermittelt.

          4 Min.

          Kann jemand, der Anno gespielt hat, hinterher ein eigenes Unternehmen gründen?

          Falk Heunemann

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Dann hätten wir wohl schon Hunderttausende Neugründungen in Deutschland. Was aber auf jeden Fall gelingt, ist, ein Grundverständnis für wirtschaftliche Abläufe zu vermitteln. Nicht nur das: Der Spieler muss immer wieder die Perspektive wechseln, mal ist er Wirtschaftsmagnat, mal Entdecker, mal Bürgermeister. So lernt er, Dinge vom Ende her zu denken und vorausschauend zu planen.

          Warum eigentlich mögen Computerspieler Wirtschaftssimulationen?

          Das Besondere an der Anno-Serie ist, dass sie Elemente von Aufbauspielen und Wirtschaftssimulationen kombiniert. Man errichtet anfangs eine kleine Stadt und sorgt dafür, dass sie wächst. Man spielt zudem eine Epoche nach und übt sich in Diplomatie. Bei Anno muss zudem ein kompletter Produktionskreislauf aufgebaut werden, angefangen vom Anbau oder Erwerb von Rohstoffen bis hin zur Weiterverarbeitung. Solche Kreisläufe eignen sich sehr gut für Computerspiele.

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