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Datensicherheit in Gefahr : Plötzlich „blind, taub, stumm und mit gefesselten Händen“

Was in solchen Serverschränken steckt, ist für Unternehmen wertvoller als Gold. Bild: Ilkay Karakurt

Gehackt und lahmgelegt: Immer häufiger stehlen oder sperren Kriminelle Daten, um von Unternehmen Lösegeld zu erpressen. Egal, ob die Firmen zahlen oder nicht: Eine Hackerattacke ist immer teuer – und kann sogar in die Insolvenz führen.

  • -Aktualisiert am
          12 Min.

          Die Schilderungen gleichen sich. Fast immer haben die Täter nachts ihr Werk vollendet und die Frühschicht dann den Chef alarmiert: Nichts geht mehr, Hacker haben die IT lahmgelegt. So war es auch an jenem Frühlingsmorgen vor einem Jahr bei Frank Sommerlad. Er führt einen nach seiner Familie benannten Möbelhandel mit 500 Mitarbeitern an vier Standorten, darunter die Möbelstadt in Gießen. Dort sind es die Logistiker, die schon um kurz nach sechs Uhr in der Frühe an die Arbeit gehen und an jenem Morgen den Schaden sofort bemerkten. Kein Rechner startete mehr Programme, außer einer Botschaft der Kriminellen aus dem Netz zeigten die Bildschirme nichts mehr an.

          Natürlich auch nicht das digitale Telefonbuch des Unternehmens, und damit fangen die Probleme nach einer Cyberattacke erst an. Wie benachrichtigt man die Mitarbeiter, ganz zu schweigen von den Kunden, ohne Telefonanlage und E-Mail-Programm? Wie betreibt man Kassensysteme oder Bestellsoftware ohne Zugriff auf die gespeicherten Daten?

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