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Druckerei beantragt Insolvenz : Hälfte der Arbeitsplätze in Gefahr

Fürchten Jobabbau bei APM: Verdi-Vertrauensleute Bild: dpa

Sie soll jahrelang Verluste geschrieben haben - nun hat die Druckerei APM aus Darmstadt Insolvenzantrag gestellt. Noch zählt sie 160 Mitarbieter.

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          Nach dem Insolvenzantrag der APM Produktions GmbH aus Darmstadt wegen drohender Zahlungsunfähigkeit fürchten die 160 Beschäftigten am Standort um ihre Arbeitsplätze. Wie aus einer gemeinsamen Erklärung der Vertrauensleute der Gewerkschaft Verdi und des Betriebsrats hervorgeht, sehen die Arbeitnehmervertreter 75 Arbeitsplätze in Gefahr, zudem solle in der Druckerei nur noch im Zwei- anstatt wie bisher im Drei-Schicht-Betrieb gearbeitet werden, heißt es.

          Daniel Schleidt

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Gewerkschaft und der Betriebsrat befürchten, dass diese Maßnahmen die Chancen für den langfristigen Erhalt der Druckerei eher verkleinern denn verbessern. So sollten künftig Aufträge an andere Druckereien durchgereicht und nicht mehr in Darmstadt umgesetzt werden. „Die gewerkschaftlichen Vertrauensleute und der Betriebsrat halten den Kurs für falsch“, heißt es in dem Schreiben, das Vertrauen in die Verantwortlichen sei erschüttert.

          Eine Million Euro Verlust im Jahr

          Die APM Medien AG hatte 2016 entschieden, die Beschäftigten des Unternehmens in die APM Produktions GmbH überzuleiten. Seitdem habe man versucht, neue Partner zu finden, um nicht-kostendeckende Aufträge an solche Unternehmen weiterzuleiten, die auf relativ einfache und schnell durchlaufende Produktionsprozesse spezialisiert seien, erklärte APM-Vorstand Torsten Voß dieser Zeitung. Voß wies darauf hin, das Unternehmen habe seit 2006 erhebliche Verluste eingefahren, in der Regel rund eine Million Euro pro Jahr.

          Die APM Produktions GmbH habe deshalb kurz vor der Zahlungsunfähigkeit gestanden. Nun müsse man die Gesellschaft gesund schrumpfen, um überhaupt eine Zukunft zu haben. Allerdings wies Voß die Zahl von 75 von der Streichung betroffenen Arbeitsplätzen zurück. Es stehe noch gar nicht fest, wie viele Mitarbeiter davon betroffen seien, sagte er und hob hervor, man wolle etwa zwei Drittel der Mitarbeiter behalten. In diesem Fall würden nur zwischen 50 und 60 Stellen wegfallen. Allerdings seien Kündigungen mit Blick auf die Entwicklung in der Druckindustrie und die Verluste unausweichlich.

          Auf Investorensuche

          Die Vertrauensleute und der Betriebsrat fordern nun den Vorstand auf, alle Optionen zu prüfen, die einen Erhalt der kompletten Produktion in Darmstadt und einen Verzicht auf Kündigungen ermöglichen könnten. Der geplante Verkauf von Maschinen müsse gestoppt, zudem dürften keine Aufträge an andere Druckereien vergeben werden. Außerdem solle geprüft werden, ob Investoren zu einem Einstieg bei APM bereit seien, um den Standort zu sichern.

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