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Mobilfunkförderung : Hessens Kampf gegen Funklöcher

  • Aktualisiert am

Hessen will 50 Millionen Euro in den Neubau von zusätzlichen Mobilfunkstandorten investieren (Symbolbild). Bild: dpa

„Wir sind damit auf einem sehr guten Weg in ein funklochfreies Hessen“, sagt Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus. Zusätzliche 50 Millionen Euro sollen 300 weitere Mobilfunkstandorte ermöglichen. 2025 soll 5G flächendeckend funktionieren.

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          Zwei Jahre nach dem Start des hessischen Mobilfunkpaktes haben 99,8 Prozent der Hessen ein stabiles LTE-Netz für ihren Handyempfang. Insbesondere im ländlichen Raum wurde die Verfügbarkeit um etwa zehn Prozent gesteigert, und der Ausbau des Mobilfunknetzes ist auch in diesem Jahr trotz der Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie deutlich fortgeschritten. Das hat Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus (CDU) am Donnerstag in Wiesbaden mitgeteilt.

          Um die letzten weißen Flecken, in denen es keinen oder nur einen schlechten Empfang gibt, zu beseitigen, sollen nun 50 Millionen Euro Fördergeld in den Aufbau von bis zu 300 zusätzlichen Mobilfunkstandorten fließen, kündigte die Ministerin an. Ein entsprechendes Programm wurde von ihr am Donnerstag offiziell gestartet. „Wir fordern daher alle betroffenen Kommunen auf, eine Förderung zu beantragen, um gemeinsam letzte vorhandene Funklöcher in Hessen zu schließen“, sagte Sinemus.

          2018 hatte Hessen den Mobilfunkpakt beschlossen, mit dem der Handyempfang landesweit verbessert werden sollte. Als Partner hatte Sinemus die Mobilfunknetz-Betreiber Telekom, Vodafone und Telefónica (O2) ins Boot geholt. Mit ihrer Hilfe, so die Ministerin, hätten zahlreiche vereinbarte Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt werden können. „Der Fortschritt ist bereits deutlich sichtbar. Von den 4800 vereinbarten Aus- und Neubauten wurden bereits mehr als 4000 erfolgreich abgeschlossen“, sagte die Ministerin und ergänzte: „Konkret konnten bis September 2020 insgesamt 276 Standorte neu gebaut und 3753 Modernisierungen durchgeführt werden.“

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          In Hessen würden im Durchschnitt jeden Tag mehr als fünf Mobilfunkstandorte neu gebaut oder modernisiert. Von September 2019 bis September 2020 habe sich die Zahl der neuen oder modernisierten Masten verdreifacht. „Wir sind damit auf einem sehr guten Weg in ein funklochfreies Hessen“, sagte Sinemus.

          An zehn Vereinbarungen, die im Rahmen des Paktes geschlossen wurden und zu denen etwa schlankere Genehmigungsverfahren und zusätzliche Mobilfunkstandorte zählen, kann laut Sinemus „ein Haken gemacht werden“. Um das Netz auszubauen, hatte die Landesregierung den Mobilfunkbetreibern 740 landeseigene Immobilien zur Verfügung gestellt. Außerdem seien große Fortschritte beim Aufbau des 5G-Netzes erzielt worden. Mit dem nun gestarteten Förderprogramm sollen Mobilfunkantennen errichtet werden, deren Bau sich für die Betreiber nicht lohnen würde. „Wir wollen diese 50 Millionen Euro investieren“, stellte die Ministerin klar. 90 Prozent der Kosten würden vom Land übernommen.

          Auf Überholspur gewechselt

          Auch Frankfurt profitiert laut Valentina Daiber, Vorstandsmitglied bei Telefónica Deutschland, von den Verbesserungen und gehöre mit zu den ersten 15 Städten, in denen Telefónica das 5G-Netz angeschaltet habe. Seit Jahresbeginn habe ihr Unternehmen die 4G-Netzabdeckung um 20 Prozent erhöht und dafür 583 neue 4G-Anlagen eingerichtet. Für das nächste Jahr seien weitere 400 LTE-Standorte geplant. Spätestens 2025 will Telefónica in Hessen über ein flächendeckendes 5G-Telefonnetz verfügen.

          „Hessen hat auf die Überholspur gewechselt“, äußerte Michael Jungwirth, Mitglied der Geschäftsleitung von Vodafone. 1800 Standorte seien von Vodafone entweder modernisiert oder neu gebaut worden. Dies sei ein Kraftakt gewesen, der vor allem aufgrund der guten Rahmenbedingungen durch die hessische Politik möglich geworden sei.

          In den vergangenen zwölf Monaten seien 190 Mobilfunkstandorte mit der 5G-Technik ausgestattet worden. Dieses Tempo werde beibehalten. Nach Auskunft von Dido Blankenburg, Mitglied der Geschäftsleitung der Deutschen Telekom, kann schon heute die Hälfte der Hessen auf das 5G-Netz seines Konzerns zurückgreifen. Blankenburg vertrat die Ansicht, dass es durch die Zusammenarbeit von Landesregierung und Mobilfunkbetreibern gelungen sei, Hessen auf einem Spitzenplatz im Ländervergleich zu positioniere

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