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2009 in Johannesburg : Messe Frankfurt exportiert „Automechanika“ nach Südafrika

Im September in Frankfurt, im März 2009 erstmals in Südafrika: die Messe „Automechanika” Bild: obs

Im nächsten Jahr wird es erstmals eine „Automechanika“ in Johannesburg geben. Es ist die 13. Zulieferermesse dieser Art weltweit. Und zum ersten Mal ist die Messe Frankfurt in Afrika südlich der Sahara präsent.

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          Die Messe Frankfurt GmbH baut ihr Auslandsgeschäft weiter aus. Wie Detlef Braun, einer der vier Geschäftsführer des Konzerns, gestern berichtete, wird im März 2009 erstmals eine „Automechanika“ in Johannesburg in Südafrika organisiert. Keine andere Messe aus Frankfurt sei so oft auf andere Standorte übertragen worden. Erst im Herbst habe es die erste „Automechanika“ im kanadischen Toronto gegeben, Ende Januar ebenfalls zum ersten Mal eine in Rom. Alles in allem finde eine „Automechanika“ in Zukunft in 13 Städten auf der Welt statt.

          Manfred Köhler
          Ressortleiter der Rhein-Main-Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          In Frankfurt wird zur Fachmesse „Automechanika“ alle zwei Jahre im Herbst eingeladen, im Wechsel mit der „Internationalen Automobil-Ausstellung“. Während diese aber vom Verband der Automobilindustrie ausgerichtet wird und die Messe Frankfurt lediglich die Hallen und bestimmte Dienstleistungen zur Verfügung stellt, ist sie bei der „Automechanika“ selbst Veranstalter. Es geht bei dieser Schau vor allem um Zulieferer, also um Teile, Ersatzteile und Zubehör für Autos.

          „Automechanika“ mit 40 Millionen Euro Umsatz

          Die gleichnamigen Ausstellungen im Ausland folgen dem Frankfurter Konzept, doch wechseln die Aussteller von Ort zu Ort, je nachdem, wer sich von dem Markt in dem jeweiligen Land etwas verspricht. Die Messegesellschaft bemüht sich stets herauszustellen, dass die Veranstaltungen anderswo keine Konkurrenz für Frankfurt darstellten, sondern vielmehr Werbung seien für die nach wie vor größte „Automechanika“, die in der Mainmetropole eben. 2006 hieß es einmal, nehme man alle Veranstaltungen zusammen, so sei die „Automechanika“ mit 40 Millionen Euro Umsatz und einer vermieteten Nettofläche von alles in allem 240.000 Quadratmetern sozusagen die größte Messe der Welt. Zur nächsten Veranstaltung dieser Art in Frankfurt vom 16. bis zum 21. September erwartet das Unternehmen 4600 Aussteller und 160.000 Besucher.

          Die „Automechanika“ in Südafrika wird allerdings nicht von der Messe Frankfurt organisiert, sondern von einem örtlichen Unternehmen. Die Frankfurter haben lediglich die Lizenz dafür vergeben und helfen mit ihrem Vertrieb bei der Ausstellersuche. Vereinbart wurde dieses Geschäft auch nur für eine einzige Messe. Geschäftsführer Braun hofft gleichwohl, dass nicht nur weitere Automessen folgen, sondern Johannesburg auch Standort anderer Messen wird, die von Frankfurt aus exportiert werden, zum Beispiel für Konsumgüter und Textilien. Als größte Volkswirtschaft Afrikas verfüge Südafrika über ein enormes Entwicklungspotential. Seit Jahren wachse das Bruttoinlandsprodukt um mehr als vier Prozent, für 2009 sei sogar ein Wirtschaftswachstum von sechs Prozent vorhergesagt. Die Nachfrage nach Zurüstteilen wie Spoilern, Leichtmetallfelgen und Stereoanlagen sei bei der Mittelschicht groß.

          Messe Frankfurt arbeitet profitabel - anders als Mitbewerber

          Die Messe Frankfurt GmbH, die zu 60 Prozent der Stadt und zu 40 Prozent dem Land Hessen gehört, wird zwar in erster Linie mit den Veranstaltungen verbunden, die auf ihrem eigenen Gelände am Rande der Frankfurter Innenstadt organisiert werden. Tatsächlich wächst das Unternehmen aber kaum noch in Deutschland, wo der Messemarkt hart umkämpft ist, sondern fast ausschließlich im Ausland. Vom Gesamtumsatz in Höhe von 423 Millionen Euro, die im vergangenen Jahr nach vorläufigen Berechnungen erzielt wurden, entfielen 97 Millionen auf das Auslandsgeschäft. Jenseits der Grenzen organisiert das Unternehmen zwar Veranstaltungen, besitzt aber keine eigenen Hallen.

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