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2 G im Einzelhandel : Jeder Kunde wird gebraucht

In Hessen haben jetzt auch Einzelhändler die Option, nur noch Geimpfte und Genesene hereinzulassen Bild: Michael Braunschädel

Kaum ein Ladenbesitzer nutzt die neue Option, nur Geimpfte und Genesene hereinzulassen. Das hat wirtschaftliche Gründe.

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          Sind Sie geimpft?“ Wer die Modeboutique Escatira am Merianplatz in Frankfurt betritt, muss neuerdings zunächst sein Impfzertifikat vorzeigen, bevor er im Laden stöbern kann. Recht unscheinbar, auf einem Zettel an der Ladentür, ist vermerkt, dass die Boutique die 2-G-Regel anwendet, wonach seit vergangenem Dienstag auch die Einzelhändler in Hessen – Friseure und Gastronomen dürfen dies schon länger – die Möglichkeit haben, Nichtgeimpfte auszuschließen. Im Laden entfallen dann Maskenpflicht und Abstandsregeln. „Ganz toll“ findet das eine Kundin, die ihre Einkäufe zufrieden lächelnd an der Kasse bezahlt. Allerdings täten ihr auch die leid, die jetzt draußen bleiben müssten.

          Petra Kirchhoff
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Joachim Weber, Inhaber des Fachgeschäfts Grillfürst in Gründau, ist es zu verdanken, dass das Corona-Kabinett die 2-G-Option in der neuen Verordnung auf den hessischen Einzelhandel ausgeweitet hat. Wegen der Ungleichbehandlung in der Branche, die sich durch die gesamte Corona-Zeit mit ihren Lockdowns zieht, hatte er vor dem Frankfurter Verwaltungsgericht geklagt und recht bekommen. Seinem Appell an Händlerkollegen, von der neuen Freiheit Gebrauch zu machen und Kunden die „verdiente Normalität“ zu ermöglichen, sind bisher jedoch nur wenige gefolgt.

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